Sonntag, 13. September 2015

Dank den Goettern


Endlich wieder zuhause, da muss man doch den Goettern danken, dass alles gut gegangen ist und man wieder heil zuhause ist!






Samstag, 27. Juni 2015

Wo sind die Singvoegel???

Ich bin, wie jeden Sommer wieder in der Schweiz. Und da ist mir etwas aufgefallen!

Die Singvoegel fehlen!!!


(von: http://www.kathbern.ch/uploads/pics/Logo_Anthonies_Singvogel.jpg)

Frueher wurde ich ab 5 Uhr vom wunderschoenen Gezwitscher vieler Singvoegel geweckt. Heute schlafe ich durch bis nach 7 Uhr. Ich dachte mir, vielleicht schlafe ich tiefer?

Nein!

Es ist wirklich so! Die Singvoegel fehlen, dafuer gibt es viel mehr Raben und Kraehen. Ich habe das von meinem Schwager bestaetigt bekommen!

Was ist los???


(von: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/80/Roodborstje.jpg)

Mittwoch, 6. Mai 2015

Du nicht lesen koennen????

Tja, was soll man dazu noch sagen...

aber, von Anfang an....

Ich organisiere ein grosses Fest, das Ende Mai stattfindet. Die Einladungen gingen Anfanng Maerz schon raus, Anmeldeschluss Ende April. Da es wichtig ist, zu wissen, ob die Eingeladenen kommen oder nicht, hat meine Tochter eine Webseite gemacht, wo man sich an- oder abmelden und das Hauptmenue waehlen kann. 

Soweit sogut und aeusserst einfach. 



Anfangs kamen die Anmeldungen langsam rein, aber das ist normal, da ja die Anmeldefrist 2 Monate lang war. Nun ist es der 6. Mai...6 Tage nach Ablauf und noch immer weiss ich von einigen nichts....
Dabei habe ich allen Ausstehenden am 2. Mai nochmals eine Mail geschrieben, um sie daran zu erinnern. 

Soweit nicht so gut und nervig.

Aber das waere ja noch gar nicht so schlimm, wenn da nicht die waeren, die nicht lesen koennen.
Einer rief mich an und wollte wissen, warum wir mitten in der Woche eine Party machen. Wie bitte? Das Datum ist an einem Samstag. Nee, am Donnerstag ist der 30. meinte er und ob es ein BBQ auf dem Dach sei. Hm... ich machte ihn darauf aufmerksam, dass alles in der Einladung stehe, Datum, Ende MAI, nicht April und die Lokalitaet ist auch drauf und auch, warum dieses Fest ist. Zudem hatte er das Menue schon gewaehlt ueber die Webseite. Aha... 
der waere doch glatt am 30. April bei mir vor der Tuere gestanden....




Dann ist da noch derjenige, der sagt, er koenne sich an der Webseite nicht anmelden. Muss er auch nicht, er muss nur waehlen.... vermutlich weiss er nicht, dass man Links anklicken kann. Also habe ich ihm die Menueauswahl zugemailt und ihm gesagt, er muesse nur sagen, welches er mag. Keine Antwort mehr. Am 3. Mai schrieb ich ihm nochmals, da kam dann die Antwort, sorry, dann habe ich bereits etwas anderes zugesagt.


Und dann ist noch jemand, der das Datum so falsch rum gelesen hat, dass er zwar mit seiner Familie da ist, aber nur bis zum Morgen des Festes und somit nicht am Fest teilnehmen kann. Wie geht denn das????

Wie waere es mit Lesen lernen?

Achso, es fehlen noch immer 15 Antworten....


Montag, 20. April 2015

Old Age....

Je aelter man wird, desto mehr kommen die Gedanken auf, wie es dann mal weiter gehen soll, wenn kein Geld mehr regelmaessig rein kommt. 

Pensionskasse, sagt Ihr wohl. Ja, in westlichen Laendern gibts das, aber in Asien.... niet, nada, nichts...

Wer genug verdient hat, der hat sich selber eine Altersvorsorge in der Art einer Versicherung oder eines Bankkontos eingerichtet. Aber in Asien verdienen ca 80% der Menschen gerade mal genug, um den Tag zu ueberleben. Da ist keine Altersvorsorge, da ist die Familie, die dann fuer die Alten mitsorgen muss. 
Nicht jeder hat Kinder und Enkelkinder... und diese Menschen versuchen dann aus allem Geld zu machen.

So auch hier!

Bei uns wird Papier und Karton gesammelt, wie auch Metalle, meist gibt man diese den Putzfrauen des Gebaeudes, in dem man wohnt. Einmal im Monat kommt dann der Papier-Lastwagen, der die Menge wiegt und der Putzfrau das Geld, meist nur ein paar Dollar, auszahlt. 



Nun werden am Morgen hier in der Stadt an den Ubahnstationen Zeitungen frei ausgehaendigt. Da stehen dann am Abend alte Frauen, die am Ausgang, gleich neben den Dreharmen des Ausgangnes,  nach der gelesenen Zeitung bitten. Klar, wenn die Zeitung gelesen ist, gibt man sie auch gerne her. 
Aber...

In Shau Kei Wan ist das ein ganz anderes Bild. Wenn man nach so einer Zeitung greift, schreit gleich ein Ubahnangestellter:"NIMM NUR EINE!!!" 
Oehm, ja klar, ich brauch auch nur eine. 
Doch du kommst gar nicht dazu, zu antworten, denn er schreit noch:"NICHT FUER DIE!" 
Die?? Er meint damit die alten, gebueckten Frauen zwischen 80 und 100, die Altpapier sammeln. 

Die MTR bei uns ist super, sie machen oft grosse Reklame dafuer, dass sie Jugendliche, Behinderte, Muetter ohne Ehemaenner etc unterstuetzen, aber sie kommen nicht auf die einfache Idee, eine Sammelstelle fuer Altpapier einzurichten, wo sich dann am Abend die alten Frauen bedienen koennen. Dann waere das ganze Debakel unnoetig.... und die Alten wuerden sich ihr Fruehstueck einfacher verdienen koennen. 


Donnerstag, 12. März 2015

Strom...

Ich war letztes Wochenende wieder mal in Manila und habe nicht nur gut gegessen und Freundschaften aufleben lassen, nein, ich habe auch meine Augen aufgemacht, jaja.

Schon laenger ist mir aufgefallen, dass in Manila Elektrizitaet nicht so genau genommen wird. Das heisst, dass viele Menschen, die sehr arm sind, sich einfach an andere Stromkabel anhaengen und so umsonst mit Strom leben. Man bemerke, dass diese Stromraeuber keine Elektriker sind, sondern stuemperhaft einfach Kabel an Kabel haengen. 
Was dann passiert, wenn es einen Kurzschluss gibt, ist meist eben ein riesiges Feuer in den Slums mit vielen Toten (gerade vor kurzem ist das wieder passiert)

So habe ich mir die Stromverteiler naeher angesehen.







Ich muss zugeben, diese Verteiler sehen hier recht ordentlich aus!
Meist haengen da LIFE Kabel herunter und abgeschnittene Stromkabel etc. Es ist grauslich. 

Aber fuer uns, die gewoehnt sind, dass der Himmel Kabelfrei ist... sieht das schon gefaehrlich aus!



Freitag, 13. Februar 2015

Oh Schreck...

Oh Schreck...


Vor mehreren Tagen kamen sonderbare Geraeusche aus meiner Kueche...
doch niemand war dort. 
Ich war schon versucht, die Ghoastbusters zu rufen...
als ich vor ein paar Tagen sah, dass einer der haengenden Kuechenschraenke... runtergerutscht war.

BOA, mir gingen schon Bilder durch den Kopf, wie es in meiner Kueche ausgesehen haette, wenn ich das nicht gesehen haette.

(aus:http://globalnation.inquirer.net)

(aus:http://www.hilo.hawaii.edu/)


Oh... sofort nahm ich alle Glaeser und Tassen, Teller und andere Gegenstaende aus dem Schrank. Nun war meine Kueche total vollgestellt und der Schrank leer. Ich musste also sofort zusehen, dass die Kuechenbauer, die vor vielen Jahren meine Kueche gebaut hatten, kamen, um den Schrank wieder richtig anzubringen. 

Kein Problem, denkt Ihr sicher.

Ein grosses Problem, sage ich Euch!

Ich rief beim Kuechenbauer an. Eine Frau, die kaum ein Wort englisch sprach, antwortete. Doch sie verstand nicht, was ich wollte. Es ist doch ganz einfach, ich brauche einen Mann, der mir den Kuechenschrank richtig festmacht, damit er nicht runterfaellt.
Bahnhof... ich glaube, ich sprach russisch, oder wars schweizerdeutsch? Auf jeden Fall verstand sie nichts, niet, nuet!

Sie meinte dann: "Man call back."
OK. 
Man rief dann auch tatsaechlich zurueck! 
Er fragte mich, was ich wolle, so erklaerte ich ihm, was ich brauchte. Er verstand nichts, das heisst, er verstand sehr wohl, aber als ich alles fertig erklaert hatte, meinte er, ich haette sicher die falsche Nummer, dies sei ein Restaurant.

Perplext schaute ich die Visitenkarte des Kuechenbauers an. Ich hatte richtig gewaehlt. Ich schaute im Internet nach, ja die Telefonnummer fuehrte zum Kuechenbauer. Ich schickte also eine Email an die Adresse und die kam prompt zurueck. Ich gruebelte noch etwas mehr im Internet nach und fand einen Artikel ueber die Geschaeftaufloesung dieser Firma im Jahre 2010. 

Hm.... was nun.

Tja, ich rief meinen Handyman an und schwupp, stand er mit allem Werkzeug vor der Tuere. Jetzt kann ich beruhigt wieder einraeumen, naechste Woche macht er den zweiten Schrank sicher. Dann kann ich aufatmen.




Donnerstag, 29. Januar 2015

Ich habe ein Wunder erlebt!

Ja!

Schaut nicht so erstaunt, es gibt immernoch Wunder! Aber so wie Ihr jetzt schaut, so habe ich auch geglotzt. Ja, ein Wunder ist geschehen und ich habe es gesehen!

Aber beginnen wir am Anfang.
Hier ist es so, dass der Autofahrer immer Vortritt hat. Es ist manchmal sogar so, dass der Fussgaenger ueber die Strasse rennen muss, damit er nicht ueberfahren wird, denn der Autofahrer bremst deswegen doch nicht ab. Der Autofahrer ist deshalb ein Egoist, auf jeden Fall ist es in Asien so. Hier herrscht das Recht des Staerkeren. 

Der Autofahrer besitzt auch die Strasse, sie gehoert ihm. Er nimmt sich das Recht, sich darauf breit zu machen und nichts und niemandem auszuweichen, auch nicht, wenn jemand mit einer Sirene kommt. Ich habe in den mehr als 25 Jahren in Asien noch nie gesehen, dass ein Auto zur Seite wich, damit eine Ambulanz oder ein Feuerwehrauto vorbei konnte.


Gestern war ich im Taxi unterwegs, durch die verstopften Strassen unserer Stadt. Wir standen an einem Rotlicht, links eine Baustelle, rechts ein blauer Lastwagen, rechts neben dem Lastwagen ein Bus, hinter uns noch mehr Autos. Eine Sirene war da offensichtlich mit dabei, auf jeden Fall hoerten wir sie. 
Langsam kam sie naeher. 
Oh, komisch.
Da bewegte sich der blaue Lastwagen langsam nach vorne, auf den Zebrastreifen und stand ploetzlich schraeg vor uns.

Und nun kommt das Wunder, das ich gesehen habe:
Eine Luecke tat sich auf zwischen dem Automeer, wie das Meer vor Moses, und der Krankenwagen konnte sich dazwischen durch schlaengeln. 

Ich sass mit offenem Mund im Taxi....