Donnerstag, 29. März 2012

Wartespiel

Seit über einem Jahr versuche ich den Präsidenten der Owners Vereinigung dazu zu bringen, sich mein Problem mit des Nachbarn Baumes anzusehen. Seit über einem Jahr meldet er sich bei mir an, er will dann und dann kommen... und kommt nicht. Ich weiss echt nicht mehr, was ich machen soll, denn so langsam werde ich böse. Aber... ich bin mit seiner Frau befreundet und ich will es nicht mit ihr verderben, sonst wäre ich längst laut geworden. 


Vor über einem Jahr habe ich ihm eine Email geschrieben mit dem Problem, nämlich, dass die Äste des Nachbarbaumes bei mir an die Wand, ins Fenster und in das Abluftrohr des Gaswasserheitzers schlagen. Vor allem Nachts lässt es mich nicht schlafen, denn es macht Töne wie in einem Thriller....



Nicht dass ihr jetzt denkt, ich mag Grünzeugs nicht, nein ganz im Gegenteil, aber ich mag mein Fenster, meine Röhre und meinen Schlaf auch sehr. 

Nachdem er sich damals gemeldet hatte und nicht vorbeigekommen ist, habe ich gewartet, nach 4 Monaten habe ich ihm nochmals geschrieben und wieder meldete er sich an. Wieder kam er nicht....

Nun, nach über einem Jahr habe ich ihm schon wieder geschrieben und er meldete sich für gestern Abend an. Natürlich kam er nicht, wie nicht anders erwartet. 

Dafür stand er heute Morgen vor der Tür. 
ENDLICH! 
Nun gut, das habe ich ihm nicht gesagt, denn ich brauche ja seine Hilfe. 
Wir haben uns das alles angeschaut und er meinte, er habe so einen Langstieligen Baumschneider, den hatte er vor einiger Zeit speziell gekauft. Am Samstag treten wir zur Tat an! Wenn er denn kommt....


Ich dachte, man müsse erst den Nachbarn finden, dem der Baum gehört, aber anscheinend ist das Government Land, also können wir schnippeln. Da der Präsident auch Hobbygärtner ist, wird das dann schon richtig gemacht. 

 

Montag, 26. März 2012

Wahlen

Endlich ist es soweit..


Wir haben einen neuen Chief Executive! Und zwar nicht derjenige, über den ich schon mal hier geschrieben habe. Niemand ist unglücklich darüber. China selbst, die ja die Wahlen bestimmen - obwohl sie sagen, sie seien Demokraten - hat ihn fallenlassen. 


So haben wir nun einen neuen Mann am Ruder und wir werden sehen, ob er fähig ist, das Land zu leiten (natürlich immer mit Hilfe des grossen Bruders China)

 

Mittwoch, 21. März 2012

Lost in Paradise

Freitag, der Tag nach der Hochzeit, ein Tag zum Relaxen, dachte ich.....

Mein Mann fand das auch und los wanderten wir. Nur... wandern im Sand ist extrem anstrengend, vor allem, wenn die Sonne brennt... der Sand heiss ist und überhaupt...


 Wer meinen Liebsten kennt, weiss, wie gerne er möglichst schwierige Wege nimmt. Nicht wahr, Kinder?


Wir hatten unserem Neffen und unserer Nichte versprochen, für sie Hotels zu rekognoszieren, denn sie wollen im November nach Boracay. Das Schweizer Reisebüro empfahl ein Hotel, das Friday's, das nur ein paar Hotellängen weiter war, von unserem Hotel aus. Also gingen wir hin, schauten es uns an und verlangten die Preise. Ich bin echt fast umgefallen.... irre teuer!!!! Es ist zwar schön, im Robinson Stil gebaut und alles ist vorhanden, aber die Preise sind doppelt.
 


Wir hatten aber noch einen Trumpf im Ärmel!
Deshalb wollten wir zur Hauptstrasse, um ein Trycicle zu nehmen, denn wir wollten auf die gegenüberliegende Spitze der Insel. Gott sei Dank mussten wir nicht laufen..... es ist weit!

Wir fuhren nach White Beach zum Hotel und Resort Calypso. Und da machte ich WOW! Wir konnten die Suiten und Superior Zimmer besichtigen, die sind nun einfach wow! Es gibt keine andere Beschreibung! Gross, hell, modern, tolle grosse Badezimmer, Balkon, Meersicht... und das zum halben Preis von Friday's! 

Dazu gehört ein Tauchcenter mit dem besten Tauchlehrer in Südostasien, natürlich ein Schweizer ;) . Das ist genau, was die jungen Leute brauchen! Ich bin total begeistert! 


 Und danach hatte mein Männe die gloriose Idee, noch etwas am Strand entlang zu gehen, um zu sehen, ob wir noch etwas von früher her erkennen. Naja, es hatte sich vieles verändert, abgerissen, neu gebaut, denn es waren ja bald 15 Jahre, seit wir das letzte Mal dort waren. Wir erkannten nur wenige Punkte....

Und dann waren wir am Ende der Strasse, dem Strand entlang angelangt und wollten zur Hauptstrasse, um einen Trycicle zu nehmen. 


Ihr habt richtig geraten, der Titel des Posts sagt alles!
Lost in Paradise!

Wir wanden uns durch schmele Gassen, an Müllhalden vorbei, Vorbei an Hühnern mit ihren kleinen Chicks, Ziegen mit kleinen Babys, Bananenstauden, spielenden Kindern, doch auf meine Frage, wo die Hauptstrasse sei, schauten sie mich nur gross an. Die hatten noch nie Touristen gesehen???


Ich malte mir aus, wie wir tagelang, nein Wochenlang durch den Busch irren, uns von Bananen ernährten, und danach lange kein normaler Toilettengang mehr möglich sei....

Oder, dass wir mit den Ziegen und Hühnern Freundschaft schliessen und uns das Gras und die Körnchen teilen....


Phantasie ist doch was Tolles!!!!
 

Wir landeten mitten im Busch, da mussten wir nun durch, denn wir hörten die Motoren der Trycicles, (die sind nicht zu überhören!)
 





 
Schlussendlich landeten wir an der Hauptstrasse, halbwegs auf dem Weg zum Bootslandeplatz zum Flughafen. Wir waren ganz schön weit gelaufen! Das waren bestimmt 6-7 Km und das im Sand, das macht schöne Beine, war mein Trost!
 
Es ging zurück ins Hotel mit Trycicle, das sind Motorräder mit Seitenwagen, in die manchmal 10 Leute quetschen.
 
Endlich wieder im Hotel wollte ich nur noch ein erfrischendes Bad im Meer. Das tat den schmerzenden Beinen gut!!!
 
 
Am Abend gingen einige ins Steak House, wo es aber wirklich nur Beef gab und wer mich kennt, weiss, dass ich das nicht gerne esse. So sind mein Schatz und ich weitergewandert - ja schon wieder im Sand! - und haben ein Fischrestaurant gefunden. 
 




 
und danach gabs einen Baileys Kaffee im Calypso (ja, wir mussten alles wieder zurück laufen, durch den Sand!!)
 
Ob ich jetzt schöne Beine habe? Tja..... ganz bestimmt!!!
 
 

Montag, 19. März 2012

Nightmare to Boracay

Mein Reisetagebuch wird nun über mehrere Tage geschrieben, denn es ist echt einen Bericht wert!

Die Reise nach Boracay ist nicht wirklich lange, gesammte Flugdauer sind nur 3 Stunden, aber man muss erst nach Manila, dann zum domestic Flughafen und neu einchecken. Deshalb braucht man eben etwas mehr. 


Meine Nightmare begann, als ich um 5 Uhr früh, nichtsahnend, mich auf den Weg machte. Der erste Flug nach Manila ging problemlos, wir landeten genau on Time und das Gepäck kam auch an. Ich musste dann also aus dem International Therminal in den Domestic wechseln, auch kein Problem. 

Ich fand nach längerem Suchen dann auch den richtigen Schalter, leider sind die Philippinos in solchen Dingen sehr chaotisch. Aber ich hatte den Schalter ja dann doch noch gefunden. Anstehen, das muss man überall, also übte ich mich in Geduld. 


Als ich dann endlich am Schalter stand, da sagte die Dame "Sorry Ma'am, there's a problem with your ticket" Wie bitte? Ich hatte es ganz normal gekauft, zusammen mit dem Ticket nach Manila... "Just a moment" und sie rannte weg. Hmmmm...... ich stand also da und grübelte, was für ein Problem das wohl sei. Niemals hätte ich gedacht.... dass nicht das Ticket, sondern die Airline das Problem darstellte. Denn meine Dame kam zurück und meinte, mein Flug sei abgesagt. ABGESAGT??? Wie bitte? 

Die Dame sagte, sie könne mich umbuchen auf einen Flug abends um 18 Uhr, aber nach Kalibo, nicht nach Caticlan, was dann noch eine 2 Stündige Autofahrt nachher beinhaltet - es war gerade mal 11 Uhr morgens und ich war total begeistert...... 
Ich sagte ihr, dass ich bewusst diesen Flug gebucht hatte, da ich an eine Hochzeit gehe nach Boracay und um 17 Uhr dort sein muss für die Rehearsals. Ich meinte noch andere Flüge dazwischen aufgelistet gesehen zu haben und sie müsse mich auf einen früheren buchen, denn das sei das Problem der Airline und sie müssen, wenn sie einfach Flüge absagen, den Wünschen der Fluggäste auch entgegenkommen. Zudem hatte ich mehr bezahlt, weil ich nach Caticlan gebucht hatte, Kalibo-Flüge sind billiger! Sie rannte wieder weg....

Dann kam sie zurück und meinte, da sei noch ein Platz auf dem 16 Uhr Flieger nach Caticlan. Nun gut, besser ist es, wenn auch nicht gut, denn ich bin dann erst um 18 Uhr im Hotel. Ich wurde also darauf gebucht, das hiess aber, dass ich in dem kleinen Flughafen 5 Stunden ausharren....


Ich nahm also mein Buch raus und nach nicht allzulanger Zeit fielen mir die Augen zu, denn ich war ja schon seit 5 auf... nee also ich brauche einen Kaffee, dachte ich. Das Gute an Manilaflüghäfen ist, dass es viele kleine Cafes gibt, immer zusammen mit entweder Doughnuts, Cinnabons, Chocolate Chips Cookies etc. Aber nirgendwo gabs etwas Gesundes Währschaftes. Ich hatte ja kein Frühstück gehabt und im Flugzeug gabs nix.. da ich das geahnt hatte, hatte ich mir ein Sandwich mitgebracht, das vertilgte ich nun und dann gings auf Kaffeesuche. 


5 Stunden später, im unterdessen total vollgestopften Gate, weil sie ja von 2 Fliegern alle umgebucht hatten, klang eine Stimme aus dem Lautsprecher "Sorry to inform you: the flight to Caticlan is delayed for 30 minutes." Noch mehr warten... andere waren genauso unhappy wie ich. Ich hörte auch mehrere deutsche und schweizerische Worte, die waren also noch länger unterwegs... welch ein Trost!


Endlich konnten wir boarden und das Flugzeug rollte weg, aber es blieb beim Rollen, von Fliegen keine Spur. Wir rollten und standen geschlagene 45 Minuten rum, bevor es endlich losging. Nach ca 15 Minuten meinte der Kapitän, ein Franzose, "Messieurs et Madames, I am vechy sochy to infochme you that our flight has been divechted to Kalibo. We will be landing in 30 minutes. Theche will be buses waiting foch you to drive to Caticlan!" 


NEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIINNNNNNNNNNNNNNNNNN!!!!!!!!!!!! 


Tja, schlimmer kommts nimmer, dachte ich, welch ein Irrtum!!!!


Wir landeten in Kalibo und da stand auch ein Bus. Er kam mir etwas klein vor für die ganze Flugzeugladung, und ich hatte recht, denn als ich meinen Bus Coupon abholen wollte, sagte der Kerl "Sorry, we run out of tickets." 

Öhm... ja? und wie komme ich nun nach Caticlan??? Neben mir standen 3 Leute aus Australien, genauso sprachlos wie ich. Wir taten uns zusammen und ich sagte zum Representative:" Jetzt reichts! Deine Airline wird von mir hören! Erst sagen sie Flüge ab, dann wird bewusst verspätet, damit sie nach Kalibo gehen können, wo's billiger ist, damit ihr mehr Profit macht und dann habt ihr nicht mal genug Busse, um die Leute nach Caticlan zu bringen. Du organisierst uns jetzt sofort einen Kleinbus, wir sind 6 Personen und wollen auch nach Calibo! Los los!" 


Der arme Kerl, er rannte und 5 Minuten später hatten wir einen Minibus und wir konnten losfahren. Die Fahrt war gar kein Vergnügen, da die Strassen teilweise Schotter waren und grosse Lastwagen rumfuhren. Dazu schwarze Nacht, denn es gibt keine Strassenbeleuchtung. Knapp zwei Stunden später waren wir dann am Hafen von Calibo, doch mein Hotelrepresentative, der mich abholen sollte, war weg. Selbstverständlich hatte mein Handy keinen Kontakt und ich stand da und wusste nicht was tun. So bestoch ich den Hafenmeister und er liess mich ins Gebäude, wo das Touristenbüro war. Dort bat ich die Dame in meinem Resort anzurufen und ihnen mitzuteilen, dass ich da sei und warte. 


Im Hotel waren sie überrascht, denn sie hatten alle anderen Gäste, die auf dem grossen Bus waren, abgeholt und gedacht, ich komme nicht mehr. Na toll! Sie baten mich, ein Ticket zu kaufen und mit dem nächsten Boot rüber zu fahren, dort werde ich dann abgeholt. Das habe ich dann auch getan und drüben standen gleich 3 Kerle bereit, um mich zu empfangen. Die Fahrt zum Resort dauerte dann noch 20 Minuten und um halb 10 Uhr nachts erreichte ich endlich das Hotel! 


Witzigerweise hatte die Hauptprobe der Hochzeit noch nicht begonnen, denn die deutschen und schweizerischen Worte, die ich in Manila am Gate gehört hatte, gehörten zur Hochzeitsdelegation aus Europa und die waren 30 Minuten vor mir mit dem grossen Bus eingetroffen. 



Ich rate also allen, die nach Boracay gehen, genug Zeit einzuplanen und vor allem keinen Direktflug Europa-Boracay zu buchen, auch nicht auf dem Rückflug, denn wenn man den Langstreckenflug verpasst, dann hat man ein grosses Paoblem!!!

 

Freitag, 2. März 2012

TAXIIIII

Taxifahren ist immer ein Abenteuer, egal wo man das macht auf dieser grossen Welt!


Hier sind ein paar meiner Abenteuer:


1989, wir machten Urlaub in Borneo mit unseren zwei Babies. Nachdem wir 3 Tage im Resort mit Schwimmen und Faulenzen verbracht hatten, wollten wir die Stadt sehen. Das war auch kein Problem, problematisch wurde es erst, als wir wieder zurück wollten. Kein Taxi weit und breit. Die Kinder, 1 jährig und 3 jährig, wurden unruhig, dann nach langem Warten und Suchen kam eines angefahren. Ein riesiges amerikanisches "Schiff". Na super, darin haben wir ja mehr wie genug Platz! Aber.... Man musst auf der Rückbank bleiben, denn der Boden der Karre fehlte.... wir hielten unsere Kinder gut fest auf der halsbrecherischen Fahrt zurück ins Hotel!


Letztes Jahr kurz vor Weihnachten, war ich in Manila/Philippinen. Nach einem Weekend dort, musste ich zum Flughafen fahren und nahm ein Taxi. Der Fahrer fuhr an, ohne seinen Taxameter anzumachen und meinte:"500 Peso OK?" Wie bitte, bin ich den Rockefeller? "No, turn on your meter please!" "But it's almost Christmas!" "Yes, that's why I have no money to throw away!" Er: "No free turkey!" Genau! Die Fahrt kostete knapp 200 Peso. 



 

Wien, 1980, es war ein kalter Winter, doch wir waren an die Redoute geladen. Wir waren mit mehreren Freunden dort und am Montag wollten wir zum Schloss Schönbrunn. Zu viert machten wir uns auf Taxisuche und unser Freund wollte am Taxistand das erste Taxi nicht nehmen, da es ihm zu klein war. Das Zweite war ein Mercedes, das wollte er haben! Doch was er nicht sah, war der Fahrer, der rieisg gross und doppelt so breit war. Sein Sitz war ganz nach hinten geschoben, so dass man dort die Beine nicht dahinter stellen konnte, wenn man auf der Rückbank sass. Da unser Freund dieses Taxi ausgesucht hatte, durfte auch er hinter dem Fahrer sitzen *gg* Er fuhr die ganze Strecke mit beiden Beinen in der Luft!


Manila nochmals, letztes Wochenende. 2 Stunden verspätet angekommen, schnell ins Flughafentaxi, was eigentlich die sicherste Sache ist und ab gehts zum Hotel. Wie schon beschrieben, fuhr der Fahrer die längere Strecke, damit er mehr Geld kriegt. Die Ausrede, es hätte zuviel Verkehr auf der anderen Strecke, erkannten wir als falsch, als sich die beiden Strassen wieder trafen. Nun ja... in der letzten Kurve vor dem Hotel, zeigte der Taxameter 184 Peso an, 10 Meter weiter, vor dem Hotel 224 Peso...  mein Liebster meinte, dein Taxameter macht Sprünge, das stimmt so nicht, ich gebe dir die 184 Peso, die der Meter vor 10 Metern angezeigt hat und du gehst und stellst den Meter richtig ein. Der Fahrer sagte kein Wort. Ein neuer Passagier wollte einsteigen und mein Liebster sagte ihm, dass der Fahrer nicht ehrlich sei, woraufhin dieser von den Hotelangestellten weggeschickt wurde. Das passiert leider sehr oft. 


 Und dann gibts noch die Wassertaxis!