Je aelter man wird, desto mehr kommen die Gedanken auf, wie es dann mal weiter gehen soll, wenn kein Geld mehr regelmaessig rein kommt.
Pensionskasse, sagt Ihr wohl. Ja, in westlichen Laendern gibts das, aber in Asien.... niet, nada, nichts...
Wer genug verdient hat, der hat sich selber eine Altersvorsorge in der Art einer Versicherung oder eines Bankkontos eingerichtet. Aber in Asien verdienen ca 80% der Menschen gerade mal genug, um den Tag zu ueberleben. Da ist keine Altersvorsorge, da ist die Familie, die dann fuer die Alten mitsorgen muss.
Nicht jeder hat Kinder und Enkelkinder... und diese Menschen versuchen dann aus allem Geld zu machen.
So auch hier!
Bei uns wird Papier und Karton gesammelt, wie auch Metalle, meist gibt man diese den Putzfrauen des Gebaeudes, in dem man wohnt. Einmal im Monat kommt dann der Papier-Lastwagen, der die Menge wiegt und der Putzfrau das Geld, meist nur ein paar Dollar, auszahlt.
Nun werden am Morgen hier in der Stadt an den Ubahnstationen Zeitungen frei ausgehaendigt. Da stehen dann am Abend alte Frauen, die am Ausgang, gleich neben den Dreharmen des Ausgangnes, nach der gelesenen Zeitung bitten. Klar, wenn die Zeitung gelesen ist, gibt man sie auch gerne her.
Aber...
In Shau Kei Wan ist das ein ganz anderes Bild. Wenn man nach so einer Zeitung greift, schreit gleich ein Ubahnangestellter:"NIMM NUR EINE!!!"
Oehm, ja klar, ich brauch auch nur eine.
Doch du kommst gar nicht dazu, zu antworten, denn er schreit noch:"NICHT FUER DIE!"
Die?? Er meint damit die alten, gebueckten Frauen zwischen 80 und 100, die Altpapier sammeln.
Die MTR bei uns ist super, sie machen oft grosse Reklame dafuer, dass sie Jugendliche, Behinderte, Muetter ohne Ehemaenner etc unterstuetzen, aber sie kommen nicht auf die einfache Idee, eine Sammelstelle fuer Altpapier einzurichten, wo sich dann am Abend die alten Frauen bedienen koennen. Dann waere das ganze Debakel unnoetig.... und die Alten wuerden sich ihr Fruehstueck einfacher verdienen koennen.


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