Freitag, 28. Oktober 2011

Kaum zurueck....

..... hab ich schon wieder alle Haende voll zu tun. 


Waere ja doof, wenn es nicht so waere.


Gestern war eine gute Freundin wiedermal in Town und wir haben uns mit anderen Freundinnen zum Dim Sum getroffen. Erst war das ausgesuchte Restaurant in Renovationsarbeiten, wir mussten also auf ein anderes ausweichen und dann war ein Tisch fuer 10 angemeldete Personen reserviert, aber es kamen 14. Es wurde sehr eng am Tisch, aber wir hatten jede Menge Spass!


Am Abend waren wir dann zu einer Roof Party geladen, das Wetter war sowas von schoen, dass wir selbst die Sterne sahen. Es war eine sehr nette Runde und  es gab ein Buffet Dinner. Als einer der Geladenen Nachschlag holen wollte...


"KRACH"


..zersprang eine Bodenplatte. Wir waren alle sehr erschrocken, aber der Gastgeber lachte, holte eine Neue und setzte sie gleich ein. Wow! Wir waren beeindruckt!



Es wurde sehr spaet, ich lag erst um halb 3 in meinem Bett.....


Heute war dann, nachdem ich ja fast eine Woche weg war und mein Haushalt gelitten hat, DER Tag fuer alle Nachholarbeiten.


1. Ferienwaesche aufsetzen

2. Katerchen kraulen

3. Sauerteig ansetzten

4. mit Kindern chatten

5. Katze kraulen

6. Garten polieren, Pflanzen zurueckschneiden, waessern. Meine Orchideen bluehen wunderbar!

7. Einkaufen gehen, leider sind die anderen 7 Millionen auch gerade im Supermarket.

8. Kater und Katze kraulen

9. Auto waschen, war dringend noetig

10. Katzen kraulen

11. Waesche aufhaengen

12. Mail nachsehen und gefuehlte 100 Mails beantworten

13 Katerchen kraulen

14. Freundin anrufen, am Montag wollen wir zum High Tea, das haben wir seit 5 Jahren vor uns hergeschoben. Jetzt solls endlich klappen.

15. am Brot weiterarbeiten

16. Fenster putzen

 17. Katzen fuettern

18. Abendessen kochen

19. am Brot weiterarbeiten

20. Katzenk*** aufwischen

21. Sofa waschen.....#$%#$

22. Badezimmer fuer die Gaeste bereit machen

23. Zimmer des Juniors raeumen, so dass mein Computer rein kann.

24. Absitzen und mich ausruhen, Freitag Abend, Krimizeit! 

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Zurueck....

Ich bin aus den Philippinen zurueck und es war wiedermal sehr interessant, an eye opener, as we would say.




Am ersten Abend waren wir an einem Presidents-Dinner, leckereien mit immer dazu passenden Weinen, es war unglaublich!


Vollge(fr)essen sind wir zurueck ins Hotel und dort in den Club, wo gerade eine Band von Schuljungen (so sahen sie aus) Beach-Boy Songs spielten. Die Stimmung war grossartig und Leute aus dem Publikum gingen mit auf die Buehne und spielten Gitarre und eine Frau Schlagzeug. Es war ein sehr schoener Abschluss eines tollen Abends. 


Am naechsten Tag traf ich mich mit meinen zwei Patenkindern. Wir haben die Verantwortung ueber die beiden Kinder einer ganz lieben Freundin uebernommen, die in einem sehr armen Quartier in Manila wohnen. Leider ist deren Vater nicht gerade arbeitssam, so dass sie nicht viel haben. Er hatte einen guten Job, aber zog es vor, nichts zu tun. Sein Wahlspruch ist "Ich bete zu Gott, er gibt mir alles" aber wer bezahlt fuer die Milch und das Brot? Gott stellt dies nicht auf den Tisch!


Ich traf mich mit den Eltern und dem Maedchen zum Lunch. Der Junge, ein Mathegenie, hatte Pruefungen und konnte nicht kommen. 



 Wir gingen zu einem Buffet Lunch, wo sich jeder das nehmen konnte, was er mochte. Da war auch Sushi etc und das kannten sie nicht. Sie waren begeistert! Es war schoen, wie die Augen der Leutchen leuchteten.


Danach hatte ich mit meinem Liebsten ausgemacht, dass ich mit ihnen einkaufen gehe. Die Kinder koennen Kleider oder Buecher kaufen, die Erwachsenen Schuhe und Esswaren. Die Augen der Kleinen haettet ihr sehen sollen. Fuer einen Teenager gibts nichts Schoeneres als Shoppen!
Sie fand eine schoene Short mit einer passenden Bluse, passende Sandalettchen und Haarschmuck. Sehr gut gewaehlt, es hatte Stil. 
Die Mutter kaufte sich auch ein paar Sandalettchen, witzigerweise die selben wie ich. Wir hatten ja schon immer den selben Geschmack. Auch der Vater fand Schuhe und ich gab ihnen das Geld fuer den Jungen, damit auch er einkaufen gehen kann. 


Danach gingen wir Food-Shopping. Das tat ihnen auch gut, denn sie haben keine Vorraete, da sie ja kaum Geld haben. So konnten sie Oel, Milchpulver, Cornflakes und Reis einkaufen. Das Maedchen kaufte Haarprodukte ein, da sie sich das auch nicht leisten kann. Smart Girl. Ich mochte es ihr goennen.
Leider kam danach wieder eine Forderung nach Geld, als sie mich trafen waren sie wohl zu feige, um es mir direkt zu sagen.


Wir bezahlen fuer die Ausbildung. Das heisst, eigentlich sind Schulen umsonst, aber so koennen sie die Kinder in Halbprivate Schulen schicken und sie haben eine viel bessere Ausbildung und lernen gutes Englisch, und somit eine bessere Chance im Leben. Das Maedchen ist nun im College und wir haben Anfang Jahr bezahlt. Jetzt kommen sie und meinen, das sei nur ein Semester gewesen, wir muessten noch das zweite Semester bezahlen, Anmeldung sei ab dem 22. Oktober. Das teilten sie mir am 25. Oktober mit und sie brauchen das Geld sofort. Wir haben ihnen schon mitgeteilt, dass dies eine sehr teure Schule ist und how come, kostet die so viel? Wir haben ja auch noch eigene Kinder in Ausbildung und sind keine Goldesel.


Auf meine Frage, wieso der Vater nicht auch etwas zur Ausbildung der Kinder beitraegt, wussten sie keine Antwort. Das ist so typisch Philippinisch, sie machen  nichts, wenn sie denken, sie haben ein Opfer gefunden, doch wir koennen uns keinen Luxus leisten, deshalb werden sie auch nicht das ganze Geld erhalten. Sie muessen naechstes Jahr ihre Tochter in eine normalere Schule eintragen, diese hier ist echt viel zu teuer. Wir machen sehr viel fuer sie und haben schon alles Moegliche bezahlt, aber wir lassen uns nicht ausnehmen, denn eigentlich muessen die Eltern fuer ihre Kinder sorgen, so ist es ueberall in der Welt. Zudem denken sie wohl, wir seien reich, was nun echt nicht stimmt....


 

Dienstag, 18. Oktober 2011

Ein ganz normaler Tag...

Heute war wiedermal ein ganz normaler Tag!


Meine Camera in meinem Telephone hatte sich geschlossen und ich konnte sie nicht mehr benuetzen. Im Manual fand ich gar nichts darueber und auf der Webseite findet sich nur der zurecht, der diese Programmiert hatte. Oder vielleicht nicht mal der! Also blieb mir nichts anderes uebrig, als im Service Center vorbei zu gehen. Da ich noch einege andere Dingne erledigen musste, dachte ich, geht ja alles flugs in einem... grosser Irrtum.



Ich dachte, be smart, geh gleich um 11 Uhr, wenn sie aufmachen, dann hats noch nicht viele Leute dort. Naechster Irrtum!
Da standen bereits ca 10 Leute rum und ich war deshalb Zettelchennummer 10. Nach gefuehlten 10 Stunden war ich dran, nur um einen Handgriff zu lernen, das freundliche aber auch mitleidige Laecheln der Servicedame verfolgt mich jetzt noch....



So, nun ja, wenigstens geht meine Telephone-Camera wieder. Nun war ich schon mal in Causeway Bay, also ging ich noch in den Retaillaeden vorbei, ich suchte nach einem Kleid. Leider erfolglos. Dafuer fand ich auf dem Markt frisches Gemuese und Brot. Da es sehr viele Leute bei uns auf den Strassen hat, dauerte das alles ca 2 Stunden. Unterdessen war ich in Wanchai angekommen. Eigentlich wollte ich noch nach Central, denn ich musste noch meine Schuhe beim Schuhmacher abholen und die Bilder, die ich drucken lassen hatte. Das einfachste, dachte ich, ist das Tram nehmen. Weiterer Irrtum!


Das Tram kam, und glaubt mir, es kommt alle 2 Minuten eines... aber die sind gestossen voll. Trotzdem wurgte ich mich in eines rein und blieb im unteren Stockwerk, denn ich musste nur ca 5 Stationen weit. Ich liess mich mit meinen Taschen nach vorne schieben und so konnte ich ohne Probleme in Central aussteigen.



(Alle Bilder aus weheartit.com)



Jetzt musste ich in das World-Wide House, ein Gebaeude, wo viele Philippinos ihre kleinen Laeden haben. Wir nennen es das Philippino Building. Wenn man es betritt, fuehlt man sich in einer anderen Welt. 
Es wird geschnattert und gelacht in diesem Gebaeude, die Sprache der Philippinos hat viele A's und Wiederholungen und so wiederhallt das Haus davon. Auf engen Gassen wird alles angeboten, von der Seife, ueber Schuhe, Magazine und Pan de Sal. Natuerlich alles philippinische Produkte. 

Ich quetschte mich durch zum Kodakladen, holte meine Bilder ab, dann zum Schuhmacher, holte meine Schuhe ab und das klingt jetzt alles so banal. Man stelle sich aber 10'000 Leute vor, gegen die man ankaempfen muss, um zum Eingang des Ladens zu gelangen. Die kommen als Masse auf dich zu.... ja so in etwa ist es hier tagein tagaus. So ein "kurz-schnell-die-Schuhe-und-Bilder-holen" kann schon mal 15 Minuten dauern. 

Danach war ich echt knuelle, muede, erschoepft, gestresst und ich brauchte ein Erfolgserlebnis in Form eines neuen Pyjamas. :) Jap, darin war ich dann echt erfolgreich und konnte endlich nach Hause. Unterdessen ist es Nachmittag nach 16 Uhr....


Also... ein ganz normaler Tag.  

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Gruebeln im Dreck....

Ja, das habe ich heute getan!


Ich wurde angefragt, ob ich wieder bei einer Charity mithelfen koennte. Weihnachten steht ja schon bald vor der Tuer und nun beginnt hier die Zeit der Bazaare. Ich habe da schon oft mitgeholfen und weiss, dass das echt anstrengend sein kann. Leider habe ich aber waehrend der Zeit des ersten Bazaars Familie zu besuch und bin jeden Tag unterwegs.


Also wurde ich gefragt, ob ich heute kommen koenne, zum Containerhafen, um zu helfen. Ohoh, ich ahnte viel Dreck, denn dort werden bei einer bekannten Firma die Schachteln jedes Jahr gelagert. 
Heute frueh regnete es... nicht Nieselregen, nein, richtiger Eimerregen! Wie es dann bei uns zu und her geht, kann man  hier http://chilinspice.blogspot.com/2011/09/halleluia.html 
nachlesen. Ja, es ging wiedermal gar nichts! Ich musste nicht lange auf den Bus warten, aber dann umso laenger IM Bus warten, denn die Strassen waren alle komplett verstopft. Es dauerte ganze 2 Stunden, um zum Containerhafen zu gelangen. (Eine Fahrt von 30 Minuten normalerweise) Dort angekommen hatte ich zwar die Adresse der Firma, wo wir uns um 10 Uhr haetten treffen muessen, aber weit und breit war natuerlich niemand, den ich kennen wuerde. Die Dame, die mir als Ersatz gegeben war, war in einem Meeting und von den Anderen im Office wusste keiner was ich da wollte. Nach weiteren 20 Minuten tauchte ein junger Mann auf, der mich dann durch ein Labyrint von Hintergaengen fuehrte, bis wir in der Lagerhalle, zwischen Containern, Laswagen, Hubstaplern und grinsenden Chinesen landeten. Und dann sah ich die Damen, die ich suchte....



Zwischen Schachteln wurstelten sie in noch mehr Schachteln rum. Die Schachteln waren schwarz vor Dreck und ich wusste, dass ich genauso schwarz sein werde, wenn wir mit den 8 Paletten fertig waren. Wir sortierten Weihnachtsdekoration aus, Osterdekoration, Kleidung, Spielzeug und davon mussten wir alles so separieren, dass es an zwei verschiedenen Bazaaren verkauft werden kann. Nach den 8 Paletten hiess es, das waren 40% der Ware, die Schachteln werden nun dahin verteilt in Paletten, wo sie dann ausgeliefert werden mussten, damit wir den Rest machen koennen. Margrit, meine Freundin und ich schauten uns an. 40%? Das wird ein langer Tag. 


Es wurde diese Paletten weggefahren, neue Paletten gebracht, meine Haende und Arme waren unterdessen Rabenschwarz. Endlich hatten wir alles fertig, da meinten sie, nenene noch 6 Paletten sind da. HM.... noch mehr! Jetzt waren wir gar nicht mehr zimperlich, keine Schachtel wurde mehr ausgepackt, sondern nur noch reingeschaut und markiert. Endlich...... waren wir fertig. 
Und da kam der Ritter auf dem weissen Pferd... nun ja, nicht ganz, aber es war ein Mann mit einem grauen Auto, der in meine Richtung fuhr und fragte, wer mitfahren wolle. Margrit und ich schrien gleich laut "WIIIIIIIRRRR" und so gings, so schwarz wie wir waren, nach Hause. Mir fiel erst auf, wie dreckig ich war, als ich beim Hospital ausstieg und ueber die Fussgaengerbruecke musste. Die Leute schauten etwas komisch.... wieso wohl????


Dienstag, 4. Oktober 2011

Froestel....

Ja, es ist wirklich komisch....


Juli, August und September waren hier die heissesten Monate seit es Wetterbericht gibt. Es war IMMER ueber 32 Grad C!


Auch waren wir recht verwoehnt, mit relativ trockenem Wetter, keine Typhoone, keine tagelangen Regenguesse. 
Es war ein Supersommer!


Das richtige Wetter fuer Bootsfahrten.

Jaaaaaa aber....


unterdessen hatten wir zwei starke Typhoone und gleich noch einen heftigen Sommer-Monsoon. Und da war ich auf die Junke eingeladen, an eine Geburtstagsfeier. 
Freitag Abend, ein Abend nach dem ersten Typhoon, das Wasser war noch sehr unruhig, trafen wir uns am Bootssteg. Das Boot war da und wankte hin und her. Wir warteten und da es Freitag Abend war, waren 3 Personen Puenktlich, darunter ich. Die restlichen 17 kamen eine Stunde spaeter.... wir warteten derweil auf dem Boot. Schwank-wank....


Als alle da war, dunkelte es bereits und die Tour ging durch den Hafen, Richtung Ap Lei Chau. Der Hafen war vollgestopft mit Fischerbooten, die wegen des Typhoons herkommen mussten. Da sie meist chinesische Boote waren, durften die Maenner darauf nichth an Land und so kauerten sie auf der Bootsseite und schauten dem Treiben zu. Irgendwie kam mir das etwas peinlich vor, denn sie sahen uns verwoehnte Leute, Bier oder so trinkend vorbeischippern und wir sahen, wie erbaermlich sie auf dem Boot lebten....




Irgendwie begann es dann zu giessen und kaum aus dem Hafen raus auch richtig heftig zu schaukeln. Neben mir sass eine Frau aus SriLanka und sie hatte panische Angst, ich versuchte sie mit Spruechen und Fragen abzulenken, das half ein wenig. 

Wir fuhren bis Deep Water Bay, da gabs Bubbly, war auch hoechste Zeit, wir mussten unsere Nerven  beruhigen. 

Der Abend endete dann im ABC Club, war wunderschoen und echt Bodenstaendig!


Ab dem naechsten Tag war dann schon wieder Typhooin Wetter und das ging bis heute Morgen so weiter. Nur... ist es jetzt noch ganze 23 Grad C. Ueber Nacht waren es noch 21 Grad, es wurde richtig kalt! Ich brauchte meine Decke!!! Und das, nachdem ich 3 Monate ohne irgendwelche Decke geschlafen habe. 


Aber... die Decke, wenn ich denn eine Decke habe, gehoert mir nie alleine.... nein, nein, Katerchen will auch ein Stueck davon. Er legt sich aber nicht etwa darauf, oh nein, sondern darunter. Und dann beginnt der Kampf. Zehen bewegen.... patsch, Pfote drauf. Bein bewegen, entsetzter Miauer. So geht es bis ich keine Lust mehr habe, denn an Schlafen ist dann nicht mehr wirklich zu denken, ausser fuer den Kater....