Samstag, 24. September 2011

Kanibalistische deutsche Sprache

Wenn man in der deutschen Sprache eine Speisekarte, ein Rezeptbuch, den Einkaufszettel oder einfach nur im Laden die Auslage ansieht, dann muesste man eigentlich denken, man ist Kanibale. Folgende Beispiele sind in jedermans (Frau's) Munde... wortwoertlich!


Beim Fleischer/Metzger sieht man in der Auslage Jaegerschnitzel, Holzfaellersteak, Wienerschnitzel, Nuernberger Wuerste, Braunschweiger Rotwurst, St. Galler Bratwurst, Bauernleberwurst, Lyoner etc. Die Auswahl ist riesg.


Oder man kocht Chicken Kiev, Husarentopf, African Chicken,  Wiener Saftgulasch, oder der arme Gordon wird ganz bleu, ja man kann viele verkochen....


Genauso ist es beim Baecker. Da kann man Bauernbrot, Linzertorte, Schwarzwaeldertorte, Pariserbrot (Baguette), Mailaenderli, Amerikaner, Berliner (Berliner Pfannkuchen), Herrentorte, St.Gallerbrot oder gar Tessinerbrot kaufen.


Unsere Sprache ist voller Ortsangaben und wenn man die falsch versteht, werden wir zum Kanibalen.





In Italien macht man Teigwaren die Stroza Preti heissen, in China das Begar Chicken, in Amerika den Hamburger. Wenn man sich etwas umschautu, findet man genug kanibalistisches.


Aber am Schlimmsten finde ich die Kinderschnitzel, Kinderschnitte, Kinderpizza, die Tote Oma, der Kalte Hund, die Chinesische Jungfrau, Nonnenfuerzle und der Hot Dog, obwohl den wahrscheinlich jeder mag.




Phantasie in der Kueche war schon immer gut!


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