Die Welt steht uns offen, nicht nur als Reisende, sondern auch als Kochende. Es ist modern, Unmögliches auch im Kochtopf möglich zu machen. Verbindungen von Vanille mit Fisch, oder Schokoladensauce mit Rindfleisch locken einem Gourmand nur noch ein mitleidiges Lächeln hervor, über die Unwissenheit erstaunt schauender Kochtopfbanausen.
Jetzt frage ich mich, sind wir alle Banausen, oder halten wir uns zusehr an die Zensur im Kochtopf? Sagten nicht die Omis bereits, zu Fisch trinkt man keinen Rotwein? Ich lasse ihn mir aber gerade zu Fisch sehr gut schmecken!
Doch jetzt mit der immer kleiner werdenden Welt, kommen wir in den Genuss viel interessanterer Speisen, wie zum Beispiel Balut,einer Spezialität aus den Philippinen. Es handelt sich dabei um ein halb ausgebrütetes Ei, oft Ente, kann aber auch vom Huhn sein, mit dem kleinen Küken drin, das man gekocht isst. Nicht jedermanns Sache, das gebe ich zu!
(from: http://www.gnaw.cc/archive.html)
In China sind Hühnerfüsse eine wunderbare Spezialität. Mir wurden sie auch einmal aufgetischt, aber da ich als Kind in Italien öfters Hühnerfüsse bekam, war das nichts Erschreckendes oder Grässliches für mich.
(From:http://www.palacechinese.com.au/?action=YumChaGallery
übrigens die haben eine fantastische Dim Sum Auswahl! mmm... ich krieg hunger!)
Meine Mutter kochte hin und wieder Hirn. Ja, richtig gelesen, Hirn in Essig, das war eine Rarität. Ich habs aber nie probieren wollen, warum wohl?
(Wer wissen will, wie man das kocht, schaut hier http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/196752 nach, da ist auch das Bild von)
Doch was ist heute IN?
Wie wäre es mit Spinnen in Schokolade? Oder Skorpione in Caramel? Käfer vom Grill?
(from: http://www.flatrock.org.nz/topics/animals/assets/weird_food.jpg)
Nun, IN kann man dem nicht sagen, aber alles ist schon dagewesen.
Ist es nicht so, dass man heute möglichst ausgefallen kochen muss, um aufzufallen? Um Sterne zu fassen? Um IN zu sein?
Warum denn lassen wir uns immernoch zensurieren?
So kocht drauflos!
Mischt Speisen und Zutaten nach belieben, doch bleibt die Frage, ob das Essen dann noch geniessbar ist.
En Guete!
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