Donnerstag, 12. März 2015

Strom...

Ich war letztes Wochenende wieder mal in Manila und habe nicht nur gut gegessen und Freundschaften aufleben lassen, nein, ich habe auch meine Augen aufgemacht, jaja.

Schon laenger ist mir aufgefallen, dass in Manila Elektrizitaet nicht so genau genommen wird. Das heisst, dass viele Menschen, die sehr arm sind, sich einfach an andere Stromkabel anhaengen und so umsonst mit Strom leben. Man bemerke, dass diese Stromraeuber keine Elektriker sind, sondern stuemperhaft einfach Kabel an Kabel haengen. 
Was dann passiert, wenn es einen Kurzschluss gibt, ist meist eben ein riesiges Feuer in den Slums mit vielen Toten (gerade vor kurzem ist das wieder passiert)

So habe ich mir die Stromverteiler naeher angesehen.







Ich muss zugeben, diese Verteiler sehen hier recht ordentlich aus!
Meist haengen da LIFE Kabel herunter und abgeschnittene Stromkabel etc. Es ist grauslich. 

Aber fuer uns, die gewoehnt sind, dass der Himmel Kabelfrei ist... sieht das schon gefaehrlich aus!



Freitag, 13. Februar 2015

Oh Schreck...

Oh Schreck...


Vor mehreren Tagen kamen sonderbare Geraeusche aus meiner Kueche...
doch niemand war dort. 
Ich war schon versucht, die Ghoastbusters zu rufen...
als ich vor ein paar Tagen sah, dass einer der haengenden Kuechenschraenke... runtergerutscht war.

BOA, mir gingen schon Bilder durch den Kopf, wie es in meiner Kueche ausgesehen haette, wenn ich das nicht gesehen haette.

(aus:http://globalnation.inquirer.net)

(aus:http://www.hilo.hawaii.edu/)


Oh... sofort nahm ich alle Glaeser und Tassen, Teller und andere Gegenstaende aus dem Schrank. Nun war meine Kueche total vollgestellt und der Schrank leer. Ich musste also sofort zusehen, dass die Kuechenbauer, die vor vielen Jahren meine Kueche gebaut hatten, kamen, um den Schrank wieder richtig anzubringen. 

Kein Problem, denkt Ihr sicher.

Ein grosses Problem, sage ich Euch!

Ich rief beim Kuechenbauer an. Eine Frau, die kaum ein Wort englisch sprach, antwortete. Doch sie verstand nicht, was ich wollte. Es ist doch ganz einfach, ich brauche einen Mann, der mir den Kuechenschrank richtig festmacht, damit er nicht runterfaellt.
Bahnhof... ich glaube, ich sprach russisch, oder wars schweizerdeutsch? Auf jeden Fall verstand sie nichts, niet, nuet!

Sie meinte dann: "Man call back."
OK. 
Man rief dann auch tatsaechlich zurueck! 
Er fragte mich, was ich wolle, so erklaerte ich ihm, was ich brauchte. Er verstand nichts, das heisst, er verstand sehr wohl, aber als ich alles fertig erklaert hatte, meinte er, ich haette sicher die falsche Nummer, dies sei ein Restaurant.

Perplext schaute ich die Visitenkarte des Kuechenbauers an. Ich hatte richtig gewaehlt. Ich schaute im Internet nach, ja die Telefonnummer fuehrte zum Kuechenbauer. Ich schickte also eine Email an die Adresse und die kam prompt zurueck. Ich gruebelte noch etwas mehr im Internet nach und fand einen Artikel ueber die Geschaeftaufloesung dieser Firma im Jahre 2010. 

Hm.... was nun.

Tja, ich rief meinen Handyman an und schwupp, stand er mit allem Werkzeug vor der Tuere. Jetzt kann ich beruhigt wieder einraeumen, naechste Woche macht er den zweiten Schrank sicher. Dann kann ich aufatmen.




Donnerstag, 29. Januar 2015

Ich habe ein Wunder erlebt!

Ja!

Schaut nicht so erstaunt, es gibt immernoch Wunder! Aber so wie Ihr jetzt schaut, so habe ich auch geglotzt. Ja, ein Wunder ist geschehen und ich habe es gesehen!

Aber beginnen wir am Anfang.
Hier ist es so, dass der Autofahrer immer Vortritt hat. Es ist manchmal sogar so, dass der Fussgaenger ueber die Strasse rennen muss, damit er nicht ueberfahren wird, denn der Autofahrer bremst deswegen doch nicht ab. Der Autofahrer ist deshalb ein Egoist, auf jeden Fall ist es in Asien so. Hier herrscht das Recht des Staerkeren. 

Der Autofahrer besitzt auch die Strasse, sie gehoert ihm. Er nimmt sich das Recht, sich darauf breit zu machen und nichts und niemandem auszuweichen, auch nicht, wenn jemand mit einer Sirene kommt. Ich habe in den mehr als 25 Jahren in Asien noch nie gesehen, dass ein Auto zur Seite wich, damit eine Ambulanz oder ein Feuerwehrauto vorbei konnte.


Gestern war ich im Taxi unterwegs, durch die verstopften Strassen unserer Stadt. Wir standen an einem Rotlicht, links eine Baustelle, rechts ein blauer Lastwagen, rechts neben dem Lastwagen ein Bus, hinter uns noch mehr Autos. Eine Sirene war da offensichtlich mit dabei, auf jeden Fall hoerten wir sie. 
Langsam kam sie naeher. 
Oh, komisch.
Da bewegte sich der blaue Lastwagen langsam nach vorne, auf den Zebrastreifen und stand ploetzlich schraeg vor uns.

Und nun kommt das Wunder, das ich gesehen habe:
Eine Luecke tat sich auf zwischen dem Automeer, wie das Meer vor Moses, und der Krankenwagen konnte sich dazwischen durch schlaengeln. 

Ich sass mit offenem Mund im Taxi....


Sonntag, 25. Januar 2015

Die Tuecken mit dem Service...

Manchmal ist es zum Maeusemelken...

Wer mag es nicht, im Restaurant gut serviert zu werden?
Doch hier in Hong Kong nimmt es das Servierpersonal fast etwas zu genau. Das heisst, manchmal auch nicht....

Es gibt Tage, da klebt der Waiter an dir, als ob du ein Magnet waerst. Manche sagen hier, er klebt an einem wie ein synthetisches Kleid...brrr....
An anderen Tagen wirst du behandelt, als waerst du Persona non grata... man wird total ignoriert, egal wie heftig man winkt oder sich raeuspert. 



Aber was ich letzthin erlebt habe, schoss doch gleich den Vogel (fast ein Adler) ab!
Am Tisch neben uns ass ein Mann genuesslich sein Steak. Er schnitt ein Stueck ab, schob es in seinen Mund und kaute drauflos. Schwupp war sein Teller weg...

Hey, rief er, was soll das?
Oh, ich dachte, Sie sind fertig, sagte der Waiter.
Der Mann wurde etwas ungehalten, mit Recht, und meinte, ob es denn so aussaehe, als ob er fertig waere, mit einem halben Steak noch auf dem Teller und dem Besteck in der Hand?
Der Waiter schaute auf den Teller und stellte ihn wieder vor dem Gast auf den Tisch. 
Service: katastrophal!

Ich stellte mir dann bildlich vor, wie man mit der Gabel, statt ins Steak, in die Hand des Waiters sticht... oh pardon, aber was machen Sie hier in meinem Teller?

In gewissen Restaurants hier ist es verpoehnt, dem Waiter zu winken, man soll Augenkontakt machen, um zu kommunizieren. Aber was macht man, wenn man ignoriert wird und der Waiter ueberall hinschaut, nur nicht in meine schoenen Augen? 

Man macht es so, wie es meine Tochter als 4 jaehriges Kind machte. Wir waren zum Eisessen im Park in einem Gartenrestaurant und der Waiter wollte uns einfach nicht sehen, egal wie man winkte, rief etc. Nach 30 Minuten ohne Erfolg kletterte meine Kleine auf ihren Stuhl, winkte mit beiden Armen und schrie: Hey, Waiter, over here! I want an ice-cream!!!!!



Mittwoch, 10. Dezember 2014

The shoe doesn't fit!

Also....

wenn mich eines "grantig" macht, dann sind es die Schuhverkaeufer in Asien!!

Warum, fragst du dich?

Ich bin Europaeerin, etwas groesser als der Durchschnittsasiate, wobei meine Kinder meinen, ich sei ein Shrimp. Der Asiate aber meint, wer groesser als sie ist, der muss auch grosse Fuesse haben. Nun, ich bin mit kleinen Fuessen gesegnet, so klein, dass eine Verkaeuferin in der Schweiz einmal sogar meinte, ich solle doch in der Kinderabteilung Schuhe suchen, die haetten ein groesseres Sortiment in meiner Nummer. 
Das bruellende Gelaechter meiner zwei Monster hab ich einfach ueberhoert!!

Aber zurueck zu Asien. 

Ich bin also im Schuhgeschaeft und will einen schwarzen Schuh in Groesse 36 probieren. Der Verkaeufer kommt mit dem Schuh in Groesse 38. Selbstverstaendlich schaue ich nicht nach, ob er die richtige Nummer gebracht hat, denn ich habe ja nach der 36 gefragt. Der Schuh sieht gross aus und passt auch nicht. 

(aus http://cdn1.horror-shop.com/)

"Sorry, the shoe doesn't fit!" 
"Oh, I brought you size 38, all European have big feet!" war seine Antwort.
Ich bin selten wortlos, aber da war ich's!
"But I asked specifically for size 36." war dann meine Antwort, nachdem ich meine Stimme wieder fand.
Als naechstes kommt er mit der richtigen Groesse, aber der falschen Farbe.

*Normalerweise bin ich schnell, im Schuhekaufen, ich sehe einen, probiere, kaufe. Aber hier in Asien, there's no such thing as quick....

Kuerzlich war ich in Manila und wollte schnell bei Skechers neue Laufschuhe kaufen. Ich habe ein paar in schwarz, die sind sowas von bequem, ich will noch ein paar dazu kaufen und meine Putzfrau will auch ein paar, in Grau, die schenke ich ihr zu Weihnachten. Wir haben genau die gleichgrossen Fuesse. Ich dachte.... (siehe oben *)

(aus http://cdn3.photos.erdbeerlounge.de/)

Im Geschaeft frage ich also nach meiner Groesse in Grau. Vorsichtshalber versuche ich ihn, denn ich bin ja ein gebranntes Kind und klar, der Schuh ist zu gross!!! Die Schuhgroesse ist innen im Schuh angegeben, also schaue ich nach und es ist klar, eine Nummer zu gross. 
Ich sage also zum Verkaeufer: "The shoe doesn't fit! It's not the size I requested!" 
Ihr wisst, was jetzt kommt, "OH I thought all European... blablabla....."
Ich schuettle meinen Kopf und sage, wenn ich eine bestimmte Schuhgroesse verlange, dann will ich die auch anprobieren, schliesslich habe ich meine Fuesse schon laenger an mir und sollte eigentlich wissen, was passt und was nicht!"
Er schaut mich mit grossen Augen an und versteht keinen Ton.
Er bringt also den Grauen in meiner Groesse und ich verlange ihn noch in einem Beige fuer mich. Der Graue kommt in der richtigen Groesse und der Beige... ratet mal...... 

es ist zum k*****



Freitag, 21. November 2014

Oehm... ist das jetzt die neue Mode?

Ich bin ja selbst gerne modisch... 
doch es muss auch zu mir passen.

Ich schaue gerne die Leute auf der Strasse an, sehe ihre Modestile und manchal finde ich auch neue Ideen fuer mich. 

Was ich aber jetzt hier bei uns oft sehe... nun ja... ich finde es nicht schick, sondern doof.

Maenner tragen Anzuege, die mindestens 1 Nummer zu klein sind. Die Jacken sind knall eng, zu kurz und die Arme zu klein. Die Hosen sind extrem Hochwasser und wenn sie nicht genug Hochwasser sind, werden sie hochgekrempelt. 

Dazu traegt man Kurz-Socken und zeigt viel Bein. Dafuer duerfen dann die Schuhe auch etwas groesser sein....


Schick, nicht wahr? 
Dieses Model trug zumindest gedeckte Farben, doch sah ich solche Moder(aus)rutscher auch schon in Giftgruen und Orange. 




Dienstag, 21. Oktober 2014

Untergrund Metall oder lieber Ding Ding??

Das kantonesische Wort fuer unsere Untergrundbahn ist Untergrund Metall! Passend finde ich!


(von http://wikimedia.org/)


Vermutllich bin ich eine Minderheit, denn die Hongkonger lieben ihre kalte, unpersoenliche, mettalische Untergrundbahn. Sie ist auch sehr gut, denn sie ist nie spaet, kommt alle 2 Minuten und befoerdert taeglich Millionen an ihren Bestimmungsort. Aber ich meide sie so gut es geht!

Warum?

Nun, ich liebe unser Tram!!!! Es gibt nichts tolleres als im oberen Stockwerk vorne zu sitzen und ueber alles hinweg zu sehen. Schlliesslich hat Hong Kong sehr viele Schoenheiten zu bieten und die sehe ich, wenn ich die Mettalbahn nehme, nicht!


(von http://cdn.yomadic.com/)

Diese Strassenbahn wird liebevoll "Ding Ding" genannt ist fuer mich genau das Richtige. Lansam schlaengelt sie sich durch die Strassen von Hong Kong, vom Norden bis zum Suedwesten,  und man kann alle paar hundert Meter ein- oder aussteigen. Klar ist sie nicht so schnell, wie das Mettalmonster, aber ich brauche ja nicht durchs Leben zu hetzen!