Montag, 23. Juni 2014

Fuer Kerschhhhhhhhhtin!!!

Hier ist er, der groesste Christliche Friedhof in Hong Kong!









Dienstag, 17. Juni 2014

Brrrrrrrrrrrrrrrrrrummmmmmmmmmmmm....

So sah es heute vor meinem Kuechenfenster aus.
Maenner, ausgeruestet als wenn sie den Mount Everest besteigen wuerden...








Vielleicht seid ihr jetzt entsetzt, dass die den Baum so stark runterschneiden, aber er hat sich im Haus festgesetzt und zerstoert es langsam. Zudem lehnt er genau bei uns in die Seite des Hauses und bei einem Sturm schlagen die Aeste in meinen Dampfabzug und ins Fentster. 
Baeume wachsen hier in unserem Klima ganz schnell nach, er wird wieder gross... leider.

Der zweite Baum ist schon laenger tot.


Sonntag, 8. Juni 2014

Dragon's....Back...

Als erstes habe ich heute mein Kleidchen geaendert, Frau ist ja schliesslich wanderlbar!!! Ich hoffe, es gefaellt!


Aber eigentlich wollte ich euch heute von unserem Drachen berichten! NEIN! Damit bin nicht ich gemeint, obwohl mein Mann mich hin und wieder Hausdrachen nennt und meine Kinder die eine oder andere Geschichte erzeahlen koennten, aber pssssssttt... hier werden keine Geheimnisse ausgeplaudert!


Wenn ich den Namen Dragon's Back sage, verdrehen meine Kinder die Augen. Der Dragon's Back ist eine Wanderroute auf der Suedseite der Insel, es geht rauf und runter ueber mehrere Spitzen und ist ziemlich anstrengend, vor allem mit Kindern. 
Als unsere Kleinen noch richtig klein waren und wir neu hier in Asien, hatte ein Bekannter die Idee, mit uns wandern zu gehen. Wir fragten ihn, ob es denn mit kleinen Kindern (3 und 5) machbar waere und er sagte, ja sicher, kein Problem.
Es war ein Problem, denn wir trugen die Kleinen die meiste Zeit. Es war mehr als anstrengend und ich war danach ziemlich stinkesauer, dass der Typ uns auf so eine Wanderung mitgenommen hatte. 

Aber ich schweife ab!

Wir hatten die Tochter einer Bekannten hier fuer ein paar Monate und die war jede freie Minute mit einer Gruppe von Freunden unterwegs. Unter anderem machte sie auch den Dragon's Back. Da erinnerte ich mich an einen Bekannten, nennen wir ihn Bo, der mir folgendes erzaehlte:

Bo geht gerne wandern, es ist seine Moeglichkeit, der Masse von Menschen zu entfliehen. Deshalb entschied er sich, an einem Sonntag morgen, sehr frueh, zum Dragon's Back wandern zu gehen. 
Schon an der Bushaltestelle zum Anfang des Trails dachte er, er sei im falschen Film. Da war eine lange Schlange vor der Bushaltestelle. Er schaute auf seinem Handy nach, ob er sich denn im Tag vertan hatte und es Montag sei, aber nein, es war Sonntag.... Hm, eine Warteschlange? Fuer den Dragon's Back? Denken die, am Ende des Trails ist ein Restaurant das gratis Broetchen verteilt???
Hm, OK, vielleicht verduennt sich ja die Menge, wenn dann mal der Bus unterwegs ist, dachte er und stieg in den uebervollen Bus. Aber weit gefehlt, die ganze Masse an Menschen begann den Trail...eine lange Linie von Menschen, eng aneinander, wand sich ueber den Trail, bergauf und bergab....einige typisch chinesisch mit Transistorradios, die verschiedene Variationen von Katzengesang ausheulten. 

Eigentlich, meinte Bo, sei er nicht ein Snob, oder der Eigentuemer des Berges, aber....
ja genau, es ist die Schuld dieser anderen Menschen, die den Trail blockieren, die seinen Schritt verlangsamen, die das Vergnuegen in ein UNvergnuegen machen! Er war nicht, wie gewuenscht alleine mit der Natur, nein, da war ein ganzes Fussballstadion an Menschen unterwegs! Und das Schlimmste: Ich musste in ihrem Tempo gehen, oder das Risiko eingehen, dass ich eine Lavine von Menschen ausloese, die umfallen wie Dominosteine, meinte Bo. 

Er kam rauf auf einen Aussichtspunkt, die Sicht war fantastisch und er genoss sie... fuer ganze 30 Sekunden! Dann wurde er herumgeschubbst von den nachfolgenden Menschen, die auch ein wenig Sicht haben wollten.

Bo dachte sich, dass zwar Natur schoen sei, aber so nicht. Deshalb beschloss er, nur noch nachts wandern zu gehen!

  

Samstag, 7. Juni 2014

Iran

Ich zeige euch hier ein paar Leckerbissen von meiner wunderbaren Iranreise... viel Spass!






























Sonntag, 25. Mai 2014

Eine neue Sprache mehr...

Die Menuekarten in den Restaurants haben ihre eigene Sprache! Das haben sicher schon einige von Euch festgestellt. 
Das Essen wird nicht mehr kurz und klar betitelt, sondern moeglichst farbenreich mit vielen Worten beschrieben. Manchmal muss man sich echt am Kopf kratzen, denn so ein ganz normales Essen wird ploetzlich zum komplizierten Wortspiel. 

Wer sich schon mal in internationalen Restaurants befunden hat, sieht, dass ein Trend zu lokalem Gewaechs und Fleisch besteht. Das hat ein paar sonderbare, magenverdrehende Wortkreationen hervorgerufen. 

Zum Beispiel wird sehr gerne im Menue erwaehnt, dass die Kuehe Grasgefuettert sind. Klar, denn wer will schon ein Steak von einem Rind, das mit Blaetterteigstangen oder Caramellen gefuettert wurde? Als ob die Kuh das essen wuerde!


Ironisch ist auch, dass im Menue steht, dass die Fische mit der Angel gefischt wurden. Das klingt auch besser als "mit Dynamit explodierte Fische aus dem Korallen Reef von Indonesien".

Ich suche nun auf den Menues nach der gekraulten Forelle oder dem handgefuetterten Salm, aber bis jetzt ohne Glueck!


Das Sandwich ist zum Panini geworden oder zum rustikalen Baguette-Broetchen. Englisch ist OUT, Italienisch und Franzoesisch IN. Zumindest auf dem Menue. 

Witzig ist auch das "pan-fried" (in der Pfanne gebraten) bei uns, klar, klingt auch besser als auf der heissen Karosserie gebraten, oder auf dem siedenden Asphalt gebraten....


Hier sind auch folgende Dinge erhaeltlich (ich will Euch neidisch machen!)

- autentische Kalifornische Boehnchen ~ ja, wer will schon gefaelschte Bohnen essen!

- Toskanischer Seabass und Kanadische Oysters ~ als wenn das Weite um-die-Welt-fliegen deren Geschmack verbessern wuerde!


Das Essen wird weiterhin himmelhoch aufgetuermt, so dass man erst graben muss, um zu sehen, was die Beilagen zum Fisch/Fleisch sind. 
Steaks muessen erst vom hohen Berg abgetragen werden, damit man sie schneiden kann, denn sonst riskiert man, dass der Nachbar meine Beilagen auf seinem Hemd hat.




Uebrigens nennt man das bei uns elegantes Plating!!!

Und manchmal muss man auch das Essen auf dem Teller suchen gehen..... wiederum in anderen Restaurants ist der Teller so voll, dass man Angst haben muss, dass alles auf dem eigenen Schoss landet. 


Hier noch ein paar Menuenamen, die logisch sind...

mit Käse überbackenes Schweinsmedalion in Teighülle dazu fritierte Kartoffel streifen = Cheese Burger mit Pommes
Ausgelöster Kaninchenrücken mit Safran ~ waere auch doof, wenn der Rest des Kaninchens noch dranhaengen wuerde
plattgeklopftes Federvieh in knusprigem Mantel = Putenschnitzel, klingt aber echt edel
Buntes aus dem hochherrschaftlichen Garten mit besonderer Essenz an Kräutern = Bunter Salatteller


Sonntag, 30. März 2014

Die Muehen mit der Demenz

Demenz

ein Thema, das vielen Muehe macht, nur nicht den Demenzkranken....


Ich bin nun mitten drin, zwischen Demenkranken und habe so meine Muehe mit ihnen. Da sie ja nicht wirklich merken, was mit ihnen los ist, sind sie nicht ungluecklich. Passiert ein Missgeschick, so wissen sie es morgen schon nicht mehr. 
Praktisch!


(aus http://www.curendo.de/demenz-1061px-1024px0.jpg)

Aber fuer die Familienmitglieder ist es ein schwerer Job, denn an uns liegt es, Gefahren abzuwenden, zu vermeiden, vorherzusehen. Ein schwieriger Job. 

Vor allem, wenn derjenige, der an dieser Krankheit erkrankt ist, sich stur gegen jede Hilfe wehrt, nicht einsichtig sein will und vor allem boese reagiert. 

So ergeht es mir, man weist alles ab. Wenn mal etwas angenommen wird, dann nur zoegerlich und unter streuben. Man muss alles rechtzeitig und oft wiederholen, vielleicht bleibt ja etwas haengen, doch meist ist es eben nicht so und die Kranke staunt mich an, "Oh, du bist da?", ja ich habe vor einer halben Stunde mit dir telefoniert und dir gesagt, dass ich komme. "Nein, mich hat niemand angerufen."

10 Mal erzeahlen sie mir die selbe Geschichte, 10 Mal wird gefragt, ob sie denn die Jacke doch nicht gekauft habe, dabei haelt sie sie in der Hand. 
10 Mal wird die Vorzpeise nicht bestellt, weil sie meint, die Hauptspeise reiche, nur um dann, wenn wir alle an der Vorspeise sitzen, zu fragen, wann sie denn ihre Vorspeise erhalte. Sie habe keine haben wollen, sagen wir, doch, sie wolle auch eine Suppe....
10 Mal erinnern wir sie, dass sie um 10 bereitstehen soll, es geht zum Coiffeure, denn die Haare muessen endlich mal wieder gewaschen werden. Natuerlich ist sie nicht bereit und man muss sie anziehen. Die neuen, sauberen Kleider will sie nicht anziehen, sie will die schmutzigen und klebrigen, die gegen den Wind riechen. 
Sie waescht sich nicht mehr, die Haare werden nicht mehr gekaemmt, die Wohnung versinkt im Staub und Muff und das merkt sie nicht. Wenn man es anspricht, wird man angeschrien. 
Herdplatten werden angelassen, die Wohnungstuere nicht abgeschlossen, beim Einkaufen verlaufen sie sich..... 
Ratschlaege werden in den Wind geschossen. Wie waere es mit einem Schreibblock, den man dann immer in der Tasche traegt, wo draufsteht, wo man hin will, was man machen soll, wie man heisst etc. Das waere eine grosse Hilfe. 
Aber eine der Kranken meint, das sei alles nur Ueberforderung, sie habe nichts, sie sei nur Muede... und verweigert eine Untersuchung, verweigert Hilfe, verweigert unsere Liebe und Sorge. 

Irgendwie ist es grad zum Verzweifeln!!!

Sonntag, 16. März 2014

Hintergrundmusik

Es gibt nichts romantischeres, als die passende Hintergrundmusik bei einem Tete a Tete, findet ihr nicht auch?

Aber leider nehmen es die Restaurants und Baren etwas zu genau mit der Musik und so roehrt es aus den Lautsprechern. 
Bei einem Dinner in einen trendigen Restaurant habe ich laechelnd genickt und die Schultern gezuckt, zu den unverstaendlichen Worten meines Gegenuebers. Ich kam mir vor, wie eine alte senile Dame im Altersheim, die nichts mehr hoert.
Der Bass und das Geroehre machte es vollstaendig unmoeglich, auch nur ein Wort verstaendlich zu wechseln. 


(aus http://www.radio108komma8.de/img_icon/80467534_Musik2_3.jpg)

Versteht mich nicht falsch, ich liebe Musik, ich bin sogar ein Heavy Metal Fan, aber alles zu seiner Zeit und am richtigen Ort!!

Selbst in den feinsten Coffee Shops, in den abgelegendsten Tea-houses laermt die John Denver CD oder Chinesische Opera. 

Morgens im Hotel, am Fruehstuecks Buffet, nach einer Nacht aus und vielen Drinks, gruesst mich Gloria Gaynor mit "I will Survive" (mein Kopf meint, nein!) oder "Dancing Queen" von ABBA haemmert Tanzschritte in mein noch leicht benebeltes Hirn, dem Koffein fehlt. (Oh Gott, hilf!)

Ein Restaurant Chef sagte einmal zu mir, dass er seine eigene Playlist hat, womit er kocht, ich war versucht, ihm mitzuteilen, dass der einzige Platz fuer Meat Loaf auf dem Esstisch sei. Vermutlich haette er das eh nicht verstanden. 

Und im Flughafen von Manila begleitet Michael Jackson einem auf dem Klo. That's "The way you make me feel" nach dem Geschaeftverrichten? Oder "Cry" wenn ich in den Spiegel schaue, nach einem langen Flug.


(aus http://rlv.zcache.de/warnung_laute_musik_aufkleber-rebb0836ed54b474ea8af6bdfc27835c4_v9w05_8byvr_512.jpg)