Samstag, 7. Juni 2014

Iran

Ich zeige euch hier ein paar Leckerbissen von meiner wunderbaren Iranreise... viel Spass!






























Sonntag, 25. Mai 2014

Eine neue Sprache mehr...

Die Menuekarten in den Restaurants haben ihre eigene Sprache! Das haben sicher schon einige von Euch festgestellt. 
Das Essen wird nicht mehr kurz und klar betitelt, sondern moeglichst farbenreich mit vielen Worten beschrieben. Manchmal muss man sich echt am Kopf kratzen, denn so ein ganz normales Essen wird ploetzlich zum komplizierten Wortspiel. 

Wer sich schon mal in internationalen Restaurants befunden hat, sieht, dass ein Trend zu lokalem Gewaechs und Fleisch besteht. Das hat ein paar sonderbare, magenverdrehende Wortkreationen hervorgerufen. 

Zum Beispiel wird sehr gerne im Menue erwaehnt, dass die Kuehe Grasgefuettert sind. Klar, denn wer will schon ein Steak von einem Rind, das mit Blaetterteigstangen oder Caramellen gefuettert wurde? Als ob die Kuh das essen wuerde!


Ironisch ist auch, dass im Menue steht, dass die Fische mit der Angel gefischt wurden. Das klingt auch besser als "mit Dynamit explodierte Fische aus dem Korallen Reef von Indonesien".

Ich suche nun auf den Menues nach der gekraulten Forelle oder dem handgefuetterten Salm, aber bis jetzt ohne Glueck!


Das Sandwich ist zum Panini geworden oder zum rustikalen Baguette-Broetchen. Englisch ist OUT, Italienisch und Franzoesisch IN. Zumindest auf dem Menue. 

Witzig ist auch das "pan-fried" (in der Pfanne gebraten) bei uns, klar, klingt auch besser als auf der heissen Karosserie gebraten, oder auf dem siedenden Asphalt gebraten....


Hier sind auch folgende Dinge erhaeltlich (ich will Euch neidisch machen!)

- autentische Kalifornische Boehnchen ~ ja, wer will schon gefaelschte Bohnen essen!

- Toskanischer Seabass und Kanadische Oysters ~ als wenn das Weite um-die-Welt-fliegen deren Geschmack verbessern wuerde!


Das Essen wird weiterhin himmelhoch aufgetuermt, so dass man erst graben muss, um zu sehen, was die Beilagen zum Fisch/Fleisch sind. 
Steaks muessen erst vom hohen Berg abgetragen werden, damit man sie schneiden kann, denn sonst riskiert man, dass der Nachbar meine Beilagen auf seinem Hemd hat.




Uebrigens nennt man das bei uns elegantes Plating!!!

Und manchmal muss man auch das Essen auf dem Teller suchen gehen..... wiederum in anderen Restaurants ist der Teller so voll, dass man Angst haben muss, dass alles auf dem eigenen Schoss landet. 


Hier noch ein paar Menuenamen, die logisch sind...

mit Käse überbackenes Schweinsmedalion in Teighülle dazu fritierte Kartoffel streifen = Cheese Burger mit Pommes
Ausgelöster Kaninchenrücken mit Safran ~ waere auch doof, wenn der Rest des Kaninchens noch dranhaengen wuerde
plattgeklopftes Federvieh in knusprigem Mantel = Putenschnitzel, klingt aber echt edel
Buntes aus dem hochherrschaftlichen Garten mit besonderer Essenz an Kräutern = Bunter Salatteller


Sonntag, 30. März 2014

Die Muehen mit der Demenz

Demenz

ein Thema, das vielen Muehe macht, nur nicht den Demenzkranken....


Ich bin nun mitten drin, zwischen Demenkranken und habe so meine Muehe mit ihnen. Da sie ja nicht wirklich merken, was mit ihnen los ist, sind sie nicht ungluecklich. Passiert ein Missgeschick, so wissen sie es morgen schon nicht mehr. 
Praktisch!


(aus http://www.curendo.de/demenz-1061px-1024px0.jpg)

Aber fuer die Familienmitglieder ist es ein schwerer Job, denn an uns liegt es, Gefahren abzuwenden, zu vermeiden, vorherzusehen. Ein schwieriger Job. 

Vor allem, wenn derjenige, der an dieser Krankheit erkrankt ist, sich stur gegen jede Hilfe wehrt, nicht einsichtig sein will und vor allem boese reagiert. 

So ergeht es mir, man weist alles ab. Wenn mal etwas angenommen wird, dann nur zoegerlich und unter streuben. Man muss alles rechtzeitig und oft wiederholen, vielleicht bleibt ja etwas haengen, doch meist ist es eben nicht so und die Kranke staunt mich an, "Oh, du bist da?", ja ich habe vor einer halben Stunde mit dir telefoniert und dir gesagt, dass ich komme. "Nein, mich hat niemand angerufen."

10 Mal erzeahlen sie mir die selbe Geschichte, 10 Mal wird gefragt, ob sie denn die Jacke doch nicht gekauft habe, dabei haelt sie sie in der Hand. 
10 Mal wird die Vorzpeise nicht bestellt, weil sie meint, die Hauptspeise reiche, nur um dann, wenn wir alle an der Vorspeise sitzen, zu fragen, wann sie denn ihre Vorspeise erhalte. Sie habe keine haben wollen, sagen wir, doch, sie wolle auch eine Suppe....
10 Mal erinnern wir sie, dass sie um 10 bereitstehen soll, es geht zum Coiffeure, denn die Haare muessen endlich mal wieder gewaschen werden. Natuerlich ist sie nicht bereit und man muss sie anziehen. Die neuen, sauberen Kleider will sie nicht anziehen, sie will die schmutzigen und klebrigen, die gegen den Wind riechen. 
Sie waescht sich nicht mehr, die Haare werden nicht mehr gekaemmt, die Wohnung versinkt im Staub und Muff und das merkt sie nicht. Wenn man es anspricht, wird man angeschrien. 
Herdplatten werden angelassen, die Wohnungstuere nicht abgeschlossen, beim Einkaufen verlaufen sie sich..... 
Ratschlaege werden in den Wind geschossen. Wie waere es mit einem Schreibblock, den man dann immer in der Tasche traegt, wo draufsteht, wo man hin will, was man machen soll, wie man heisst etc. Das waere eine grosse Hilfe. 
Aber eine der Kranken meint, das sei alles nur Ueberforderung, sie habe nichts, sie sei nur Muede... und verweigert eine Untersuchung, verweigert Hilfe, verweigert unsere Liebe und Sorge. 

Irgendwie ist es grad zum Verzweifeln!!!

Sonntag, 16. März 2014

Hintergrundmusik

Es gibt nichts romantischeres, als die passende Hintergrundmusik bei einem Tete a Tete, findet ihr nicht auch?

Aber leider nehmen es die Restaurants und Baren etwas zu genau mit der Musik und so roehrt es aus den Lautsprechern. 
Bei einem Dinner in einen trendigen Restaurant habe ich laechelnd genickt und die Schultern gezuckt, zu den unverstaendlichen Worten meines Gegenuebers. Ich kam mir vor, wie eine alte senile Dame im Altersheim, die nichts mehr hoert.
Der Bass und das Geroehre machte es vollstaendig unmoeglich, auch nur ein Wort verstaendlich zu wechseln. 


(aus http://www.radio108komma8.de/img_icon/80467534_Musik2_3.jpg)

Versteht mich nicht falsch, ich liebe Musik, ich bin sogar ein Heavy Metal Fan, aber alles zu seiner Zeit und am richtigen Ort!!

Selbst in den feinsten Coffee Shops, in den abgelegendsten Tea-houses laermt die John Denver CD oder Chinesische Opera. 

Morgens im Hotel, am Fruehstuecks Buffet, nach einer Nacht aus und vielen Drinks, gruesst mich Gloria Gaynor mit "I will Survive" (mein Kopf meint, nein!) oder "Dancing Queen" von ABBA haemmert Tanzschritte in mein noch leicht benebeltes Hirn, dem Koffein fehlt. (Oh Gott, hilf!)

Ein Restaurant Chef sagte einmal zu mir, dass er seine eigene Playlist hat, womit er kocht, ich war versucht, ihm mitzuteilen, dass der einzige Platz fuer Meat Loaf auf dem Esstisch sei. Vermutlich haette er das eh nicht verstanden. 

Und im Flughafen von Manila begleitet Michael Jackson einem auf dem Klo. That's "The way you make me feel" nach dem Geschaeftverrichten? Oder "Cry" wenn ich in den Spiegel schaue, nach einem langen Flug.


(aus http://rlv.zcache.de/warnung_laute_musik_aufkleber-rebb0836ed54b474ea8af6bdfc27835c4_v9w05_8byvr_512.jpg)

Samstag, 15. März 2014

Kunterbunt...

Heute bringe ich euch ein paar Bilder von Fassaden, die nicht nur weiss oder grau sind. 
Ich wandere oft mit meiner Kamera durch die Welt und knippse drauflos... 












Freitag, 7. März 2014

Die andere Seite der Madaille

Ich muss euch nun aber eben auch die andere Seite der Medaille zeigen.

Ich habe nun ja ausfuehrlich ueber misshandelte Maids berichtet, doch nicht immer sind es die Maids, die die Armen sind. 

Viele Arbeitgeber hier sind ganz normale, nette Menschen, die Maids/Haushaltshilfen anstellen, um sich ein weniger schweres Leben zu ermoeglichen. Vergesst nicht, dass wir hier in den Tropen, auf sehr engem Raum, mit Hitze und Kaelte beschlagen und in einer sehr stessigen Umgebung leben. Eine Maid ist erschwinglich, da die Loehne viel tiefer sind, als in Europa. 

Viele Arbeitgeber behandeln ihre Maids wie Familienmitglieder, nehmen sie auch manchmal mit auf Ausfluege oder sogar in den Urlaub. Die Maids haben ein eigenes Zimmer und Bad und sie haben auch normale Arbeitszeiten. 

Eine Bekannte von mir hatte seit 5 Jahren eine Maid, die wie sie meinte, gut zur Familie passte. Nach Weihnachten kuendigte die Maid von einem Tag auf den Anderen, ohne einen Grund anzugeben, warum sie so ploetzlich nicht mehr fuer sie arbeiten wollte. Die Bekannte musste der Maid das Rueckflugticket in die Philippinen und den Lange-Jahre Betrag, (alle Maids, die mehr als 4 Jahre am selben Ort gearbeitet haben, kriegen von ihrem Arbeitgeber fuer jedes Jahr einen Monatslohn) das heisst, 5 Monatsloehne, plus den angefangenen Januar aufs Mal hinblaettern. Das ist ein Betrag von ca. 3000 Euro. 
Sie weiss jetzt noch nicht, warum die Maid einfach weg wollte. 

(Bilder aus http://blush.com.pk/thinking-of-hiring-a-maid-heres-what-you-should-know/maid1/)


Eine andere Bekannte kam nach dem Sommerurlaub zurueck und ihre 3 kleineren Seideteppiche aus dem Norden Chinas fehlten. Sie fragte die Maid, wo die Teppiche seien, die Maid wurde rot und zeigte sie ihr. Die Teppische waren klein und verfilzt und verfaerbt. Die Maid hatte sie in der Waschmaschine auf 60 Grad gewaschen, ruiniert. Wer ersetzt das?? 

Meine erste Maid hatte eine Wolljacke, die ich fuer meinem Mann gestrickt hatte, in der Maschine gekocht.... ihr koennt euch vorstellen, wie die aussah. Sie haette der Puppe meiner Tochter super gepasst. 
Wer ersetzt die mir??

Meine von mir handgenaehten Taftvorhaenge waren nach meinem Sommerurlaub so komisch uneben und kurz... ja genau, auch die waren in der Maschine gekocht worden. 

Ich konnte meiner Maid nicht boese sein, denn sie wusste nicht, was Seide oder Wolle ist, aber sie haette ja vorher fragen koennen. Vorhaenge stopft man meist nicht in die Maschine, vor allem nicht solche, die noch dick abgefuettert sind, wie meine. Das ist leider eine Sache mit den Asiaten, die nicht Fragen moegen oder schon gar nicht nein sagen, wenn sie etwas nicht koennen. 



Eine Freundin wurde von ihrer Bank angerufen, sie war zu der Zeit in Amerika auf Urlaub, und die Bank fragte nach, ob sie wirklich soviel von ihrem Account abheben wolle. Die Freundin sagte, sie habe nichts abgehoben, sie habe die Kreditkarte ja noch gar nicht erhalten. Die Bank sagte, doch, die Kreditkarte sei an ihre Adresse gesendet worden und sie wurde auch benutzt. Meine Freundin liess sofort ihr Konto sperren.
Als sie wieder nach Hause kam, fand sie heraus, dass ihre Maid (Bilder der Ueberwachungskamera am Geldautomaten bezeugten es) die Karte und den dazu gesendeten Pin benuetzt hatte. 

Ich zaehle dies auf, weil ich zeigen will, dass Gut und Boese auf beiden Seiten existiert.  

Montag, 3. März 2014

Help....

Weiter gehts in der Chronik der Maids...

Viele Faelle, einge schon mehrere Jahre alt, sind unterdessen ans Tageslicht gekommen, es wurde Zeit, dass man da endlich die Tuere oeffnete. Ich hatte gedacht, dass mich nichts mehr schocken kann, aber ich habe mich geirrt. Was zutage kam, war mehr als unmenschlich. 

Professor Hans Ladegaard, Leiter der Englischen Abteilung der Baptist University of Hong Kong, hat zwischen 2008-2012 Faelle von Maids-Missbrauch dokummentiert und in einem Buch verfasst. Er hatte solche Maids im Bethune House, ein Shelter fuer misshandelte, weibliche Migrant Arbeiter, wo ca 1000 Frauen wohnten, kennengelernt. Er hatte in diesem Shelter freiwillige Arbeit geleistet, den Frauen Hilfe bei legalen Problemen gegeben und auch als Ombudsmann zwischen ihnen und ihren Arbeitgebern gedient. Daraus entstand sein Buch. 

Er meinte, solange es solche Leute gibt, wie den Polizeichef Mr Tsang, der erzeahlt, dass in HK solche Faelle sehr selten sind, dann sind die Menschen hier blind! Der Polizeichef sagt, pro Jahr sind es nicht mehr als 40 Faelle, die angezeigt werden. 

Fuer mich sind 40 Faelle 40 Faelle zuviel!!!

Aber Mr. Tsang vergisst, dass viele Maids nicht zur Polizei gehen! Mindestens 80 % der Misshandlungen werden unter den Tisch gekehrt, weil die Maids Angst haben, dass sie zurueck in ihr Heimatland muessen und so keine Arbeit mehr haben. 


(from http://hklawblog.files.wordpress.com/2013/09/legalized-discrimination.jpg?w=627)

Ich weiss, dass HK nicht die einzige Stadt ist, die ihre Maids misshandelt, so ist es auch in Singapore, Taiwan, Shanghai, Dubai, Saudi Arabien... ueberall da, wo die Aermsten nach Arbeit suchen und uns die Muehe der "Dreckarbeitenb" abnehmen. Statt dankbar zu sein, misshandeln wir sie!!!

Shame on us!!!

Ca 320'000 Fremdarbeiter/innen leben und arbeiten in HK, reingebracht durch Agenturen, die zwar einkassieren, aber den Arbeiter/innen keinen Schutz geben. Unterdessen sind erst 4 solcher Agenturen geschlossen worden, ich hoffe, es folgen noch mehr!!!