Sonntag, 24. November 2013

Kommunikationsprobleme...

Es ist ja schon richtig, dass man den Menschen gewisse Regeln gibt, wie man sich in bestimmten Situationen zu benehmen hat. Das ist sicher gut, wenn man in einer 7 Mio Stadt wohnt, wo man (und Frau) sich gegenseitig dauernd ueber die Fuesse faellt. Aber es ist die Art, wie man es macht, die uns hier aufstoesst.

 In unserer Ubahn werden wir dauernd mit Warnungen bombardiert. Irgendwann mal, als ich noch zur Schule ging, lernte ich, dass man das in kurzen, klaren Worten macht.


Aber hier geht das so und zwar in drei Sprachen:

"When travelling on escalators, hold the handrail, stand firm and don't walk!"

"Wenn auf man auf der Rolltreppe ist, halte dich am Laufband fest, stehe still und laufe nicht!"

Erstens... wer steht still, wenn man es befohlen bekommt?
Zweitens... warum soll ich auf der Rollltreppe nicht gehen?  Bei uns ist es ungeschriebenes Gesetz, dass man rechts steht und links hochgeht. Warum sollte ich mich dem langsamen Gang von Turisten anpassen, die alle Zeit der Welt haben, wenn ich in Eile bin??

Warum kann man nicht einfach sagen:"Auf Rolltreppen bitte vorsichtig sein!"


Oder:

"Please don't bring metallic balloons into stations or onto trains!"

"Bitte keine metallischen Balloone in die Station oder den Zug mitnehmen!"

OK, wenn eine Warnung so speziefisch ist, dann muss doch einen Geschichte dahinter stecken und siehe da, ja, da war doch mal was... jemand brachte einen metallischen Balloon mit und der riss sich los, verfing sich im Tunnel in den Elektrokabeln und verursachte einen Kurzschluss, der das ganze System zum Halten brachte. 
Eigentlich sticht mich jetzt mein Teufelchen, denn gerne wuerde ich mal so einen Balloon mitnehmen, nur um zu sehen, was sie machen wuerden, wenn ich da unten mit dem Balloon auftauche....


Dann waere da noch:

"Be aware of the difference in levels between the platform and the train!"

Das ist die komplizierte Art von: "Mind the gap!"



Aber am besten gefaellt mir:

"Playing mobile games while walking through stations is maddening to others and is forbidden!"

"Mobile Spiele spielen, waehrend man durch die Station geht, macht andere wuetend und ist verboten!"

Wo bleibt da der Menschenverstand???



Samstag, 2. November 2013

Bye bye Wet Markets?

Eigentlich sind wir alle nicht nur traurig, sondern auch wuetend!

Hong Kong ist bekannt fuer seine farbenfrohen Maerkte, man kann alles kaufen, von der Unterhose bis zum frischen Fisch. In Central gibt es einige Strassen, die vollgepackt sind mit diesen Marktbuden und ich liebe es, da einkaufen zu gehen. Man kann nirgendwo anders so guenstig, so frische Ware einkaufen!













Und jetzt sollen diese Maerkte verschwinden????

Eine Ueberbauung soll das ganze Gebiet erfassen und obwohl versprochen wurde, dass auch wieder Platz fuer die Marktstaende gemacht wird, faellt anscheinend all das in den grossen Topf der Luegen. 
Selbst Demonstrationen und neue Eingaben beim Bauamt haben nichts genracht.

Wo nun soll in Zukunft Hong Kong frisches Essen kaufen koennen???? Meine italienischen Salate und Kraeuter, meine feinen Tomaten, meine frischen Beeren... all das wird nicht mehr erhaeltlich sein!

Ich bin sauer!

Freitag, 1. November 2013

Money.........

Hier wird eine Muecke zum Elefanten gemacht!

Es war ein tragischer Montag, als in Manila im Jahre 2010 der entlassene Polizist Rolando Mendoza, 55, einen Bus voller Hong Kong Touristen als Geiseln nahm. Er wollte damit erreichen, dass seine Entlassung rueckgaengig gemacht wird. (wie er damit durchkommen wollte, sei dahin gesetzt)

Die ganze Rettungsaktion durch die Polizei von Manila und das Militaer war so chaotisch und unorganisiert, dass das kam, was kommen musste...
90 Minuten lang wurde geballert, vor laufender Kamera, uebertragen nach Hong Kong, bis der Geiselnehmer tot war. Mit ihm starben 8 Geiseln und viele wurden verletzt. 



Die ganze politische Sache wird nun aufgebauscht, vergroessert, durch saemtliche Medien gezogen.
Die Verletzten und die Angehoerigen der Toten wollen eine oeffentliche Entschuldigung vom Praesidenten der Philippinen und sie wollen Geld, viel Geld.

Momentan ist es so, dass alle Beteiligten die Philippinen nur noch beschuldigen und verleumden, weil sie mehr und mehr Geld wollen. Einen anderen Grund gibt es nichth mehr, denn die Verhandlungen koennten laengst vorbei sein. Aber nein, sie bringen immer wieder neue Anklagen hervor, damit der Rubel rollt...

Ich sage nicht, dass es nicht grausam und schlimm war, was da geschah, ich sage auch nicht, dass es fuer die Angehoerigen leicht war, ich sage auch nicht, dass es richtig war, so wie die Polizei und das Militaer reagierte, denn nichts ging richtig, es war ein bloody Monday... 

... aber wie gierig muss Mensch sein, um aus dem Tod seines Lieben, mit allen Mittelln, so viel Geld herausholen zu wollen?

Und noch was: bei uns sagen alle, selbst die Regierung, dass die Philippinen ein Dritt-Welt Land ist und kein Geld hat... also... wie sollen die denn dann solche Summen bezahlen???

Money, money money..... *sing*

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Warum...

Ich bin momentan in den Philippinen und da gibt es viel zu jammern. Klar haben sie da auch Grund dazu.
Am 15. Oktober war ein starkes Erdbeben in Cebu und Bohol, im Sueden der Inseln, in der Staerke von 7,2. Es gab ziemlichen Schaden und es gab auch viele Tote und Verletzte. Noch immer warden Menschen vermisst, vermutlich liegen sie in den Truemmern.
Nun lese ich einen Aretikel eines Journalisten von Cebu City... und kann echt nur den Kopf schuetteln.
Er schreibt:
Ich war gerade am Fruehstuecken (9 Uhr frueh), als das Erdbeben losging. Und das waehrend der Muslimischen Gebetswoche!!! Es klang, als ob die Welt unterginge, ein Roehren und Rumpeln. Normalerweise rennen die Menschen raus, damit sie nicht von Dingen erschlagen werden, aber ich tat das nicht, ich rannte raus, auf meinen Balkon (!!!! Anmerkung der Bloggerin: wie dumm kann man da noch sein???) Ich schaute ueber die Stadt hinweg, und sah die Gebaeude schwanken. Ich musste mich festhalten, da der Balkon sehr schwankte und ruckte.
Dann sah ich die Menschenmassen, die alle den Berg hoch rannten, vor Angst eines Tsunamis. Warum machen die das? Ein Erdbeben muss doch keinen Tsunami ausloesen, diesers Erdbeben tat das nicht (!!! Anmerkung der Bloggerin: das kann man im Nachhinein schon so sagen, aber weiss man das den wenns Ruckelt???) Dann bin ich schnell auf mein Motorrad gesprungen und in die Stadt gefahren, um zu sehen, was alles kaput ging. (!!! Anmerkung der Bloggerin: Ja genau das sollte jeder machen, statt zu helfen) Als ich die Kirche des Sant Ninio sah, kamen mir die Traenen. Dieses alte Gebaeude war fast total zerstoert worden. Warum liess Gott zu, dass sein Gebaeude zerstoert wurde???
Tut mir leid, aber....
ich habe meine liebe Mueh, sein Geschreibsel Ernst zu nehmen. Hier schreibt ein Journalist, der Fakten wahrheitsgetreu abgeben soll, doch so eine Tragoedie am Menschen ins laecherliche zieht, indem er Gott beschuldigt, eine Kirche zerstoert zu haben. Es sind viele Menschenleben getoetet worden, doch er weint, weil Gott zuliess, dass eine Kirche aus dem 13 JH (ja klar ist das auch schlimm) zerstoert wurde. Und ich frage mich auch, ob der Typ wegen seiner Schlagzeilensucht alle normalen menschlichen Reaktionen vergessen hat, oder ob er sonst ein Problem hat....
Uebrigens ist mein Liebster auch in Cebu gewesen, waehrend dieser schrecklichen Tage und er meinte, es sei schlimm, vor allem in Bohol, Cebu ist ja noch glimpflich davon gekommen. Innert 24 Stunden des Erdbebens hatten sie ueber 400 Nachbeben.... und jedes erschreckte die Menschen dort.
Ich denke an all die Menschen in dieser Katastrophe, die leiden muessen.

Sonntag, 29. September 2013

Nein, das macht man nicht!

Es gibt so vieles, was Mensch verdreht!

So auch die Sache mit der Muttermilch!

Als wir ganz neu nach Asien kamen, jung und unerfahren, da trafen wir uns mit Kunden meines Mannes in den Philippinen. Ich hatte meinen 4 jaehrigen Sohn und meine 2 jaehrige Tochter mit dabei, und logisch alle Haende voll zu tun. 
Am Karfreitag waren wir dann in ein Holiday House des Kunden eingeladen, Karfreitagsessen auf deren Terrasse, das die Ausmasse von 3 Fussballfeldern hatte. Alle Familienmitglieder waren dort, also sicher 100 Leute und mehr. Essen wurde aufgetischt von einer Armee von Bediensteten, die hinter dem Haus Schweinchen grillten, Fisch kochten und Gemuese ruesteten. 

Da ich ja keine Bedienstete hatte, wie alle Anwesenden, war ich es (wie es ja normalerweise auch ist), die den Kindern das auf den Teller gab, was sie gerne assen. Eine der Frauen meinte dann, ich koenne doch die Kinder an eine ihrer Maids abgeben, das machen sie alle so, denn dann koenne ich in Ruhe essen. Ich antwortete, dass es fuer mich keine Arbeit sei, sondern ein Vergnuegen, mich mit meinen Kindern abzugeben. Ich erntete sonderbar schraege Blicke.

Dann stellte uns die Gastgeberin ihren juengsten Enkel vor, 3 Wochen alt und so suess. Sie sagte, meine Schwiegertochter insistiert, das Baby selber zu stillen. Ich schaute sie total verdutzt an. Ja, ist das denn etwas Besonderes??? Sie sagte, sie selber habe 4 Kinder geboren und in ihrem Leben noch nie eine Windel gewechselt oder ein Kind geschoeppelt, gestillt habe sie auch nie, das mache man nicht, denn das ruiniere die Figur. Die Frauen um uns rum nickten. Stillen? Nein, das macht man nicht!!!

Ich muss also etwas total falsch gemacht haben, deshalb ist meine Figur auch total ruiniert..... 

(von http://www.stillclub.org)

Das ist zwar schon ein paar Jaehrchen her, aber noch immer ist Stillen ein rotes Tuch in Asien. Ein paar Beispiele aus unserer Stadt:

Eine Frau hat im Gelaende eines oeffentlichen Swimmingpools ihr Kleines gestillt, unter einem Tuch, man sah nichts, da kam der Poolwart und verbot ihr das, indem er ihr das Verbotsschild zeigte "No food or drink in swimming-pool area." 

Eine Frau stillte ihr Baby in einem Cafe, sie drehte dem Cafe den Ruecken, sass in einer Ecke, und das Baby war unter einem Tuch, man haette schon Akrobat sein muessen, um etwas zu sehen... da kam der Kellner und meinte, sie solle doch auf die Toilette gehen, um ihr Kind zu stillen, denn es stoere die anderen Leute. Die Frau, nicht gerade auf den Mund gefallen, fragte den Kellner, ob er denn seinen Lunch auf der Toilette einnehme?

Warum kann man die natuerlichste Sache der Welt nicht natuerlich geschehen lassen???



(aus http://theleakyboob.com)



Mittwoch, 25. September 2013

Wo die Grunderziehung fehlt...

Ich sage ja immer, andere Laender, andere Sitten....

aber...

wo die Grunderziehung fehlt, da geschehen Dinge, die fuer uns unverstaendlich sind. 

Leider ist es in China noch gang und gaebe, dass man dahin uriniert, wo es gerade geht. Es haelt die Menschen nicht davon ab, das jederzeit, irgendwo zu tun, auch wenn 20 Meter daneben eine Toilette ist, denn da kennen sie keine Schahm. 

So war hier vor nicht allzulanger Zeit ein Skandal, weil eine Mutter ihr Kind mitten in der Ubahn einfach in den Korridor pieseln liess. Die Mutter sass daneben, sah zu und sagte nichts. 




Anscheinend ist das in China total normal, denn heute ist ein Artikel in der Zeitung, worin steht, dass die Chinesen auf dem Mainland das nicht so eng sehen. Aha!

Wie schwer ist es, einem Kind beizubringen, dass man nicht einfach gehen laesst, wo und wann man will? Potty Training misslungen!! Machen die das bei ihnen zuhause auch. Also da moechte ich nicht zu Besuch gehen. 

Jetzt hat die Regierung aber dazu aufgerufen, dass die Bevoelkerung sich bemueht, zivilisierteres Benehmen seinen Kindern anzuerziehen. Es wird langsam Zeit, sage nicht nur ich, denn wir erleben sie hier dauernd auf dem Strassen. 

Wer sich hier breitbeinig und schubbsend durch die vollgestopften Strassen bewegt, ist meist ein Mainlaender, und wenn man dann etwas dazu sagt, wird man auf Mandarin angeflucht. 

Wer sich an wartenden Kolonnen vordraengt... ja genau. 

Wer den Persoenlichen Abstand nicht kennt und sich im Supermarket fast in mein Portemonnaie lehnt... genau, Volltreffer.

Wer im Restaurant sein Mobilephone rausnimmt und mit lauter Stimme ins Telefon schreit, richtig... die schon wieder!

Und jetzt auch noch, wer in der Ubahn pieselt...




Kein Wunder, wenn man Fremdenfeindlich wird, man hat jeden Grund dazu!